Meine Freitätigkeit als Coach und Trainer habe ich 2024 beendet. Nun bin ich als Blogger bei WP und LinkedIn aktiv. Zudem kombiniere ich als Hobbyfotograf meine Bilder mit bekannten Sinnsprüchen zu sog. Zitatografien.
Wir befinden uns in einer nordirischen Kleinstadt, in Letterkenny – hier durch seine Kathedrale und ein Hochkreuz vertreten
In Irland darf man sich nicht über die ausgefallenen Ortsnamen wundern. Sie sind häufig in Gälisch, der zweiten irischen Amtssprache, geschrieben und für Ausländer kaum lesbar, schwer aussprechbar, geschweige denn verständlich. Für heute geht es durch die Provinz Donegal ganz im Norden der Insel. Sie bietet neben einigen Nationalparks eine Reihe von herben Naturschönheiten und prachtvollen Sandstränden, die sich genau dann in Bestform zeigen, wenn Ebbe herrscht. Wir fahren mit unserem „Minibus“ fast bis in die entlegensten Winkel und finden eine Vielzahl von Fotomotiven vor.
Am Ufer des Flusses Nidelv, der u. a. auch durch Trondheim fließt
Nun sind wir schon am Ende angelangt. In den vorangegangenen drei Teilen habe ich Norwegen vornehmlich von der Wasserseite aus gezeigt. Heute einige Archivbilder von Orten, die mir persönlich sehr gefallen haben – wegen der Landschaft oder auch ob der Orte, durch die ich gereist bin. Wenn man der „Schönsten Seereise der Welt“ noch einige fakultative Ausflüge hinzufügt (und das ist unbedingt angeraten!), dann erschließt sich einem neben den einzigartigen Küstenregionen auch das Hinterland mit idyllischen Ausblicken.
Irisches Weiderind auf den unendlich weiten Wiesen der Insel
Und weiter geht es rundherum um Irland. Auf den Wiesen und Weiden scheint es idyllisch zuzugehen. Das buntgemischte Vieh grast die Weiden ab und die Landschaft hinterlässt bleibende Eindrücke, die sich zugegebenermaßen noch verstärken werden, je länger die Reise dauert. Heute gibt es zwei wichtige Stationen auf unserem Weg: die Bushmills Destillery und den „Fußweg der Riesen“ – den Giants Causeway. Hier überrascht uns der Ort mit einem verheerenden Wolkenbruch, der alles durchnässt, was wir am Körper tragen. Zum Glück hatten wir uns an einer Kostprobe irischen Whiskys vorab abgehärtet und vorgewärmt. Zum Abschluss lernen wir (London)Derry kennen, wo es 1972 zum Bloddy Sunday kam, an dem 14 Menschen starben.
Es war ein Geniestreich, den Robert Dilts mit der Erschaffung seiner „Neurologischen Ebenen“ hinlegte. Einer seiner Mentoren, Gregory Bateson, hatte mit seinen Lernebenen dazu einen wichtigen Beitrag geleistet und den Grundstein für Dilts „pyramidales Modell“ der Persönlichkeitsentwicklung gelegt …
Willkommen in (Nord-)Irland – auf dem Klostergelände von Monasterboice
Wir sind unterwegs in Irland, der „grünen Insel“! Sowohl im nordirischen Teil Großbritanniens als auch in der Republik Irland! Und wir haben eine Jahreszeit erwischt (Mai), in der die Insel erblüht. Das Gute an der Reise ist, dass sie in einer kleinen Gruppe stattfindet – wir sind gerade einmal 18 Leutchen. Der Bus mit unserem irischen Fahrer Billy ist klein, aber gemütlich genug. Und er hat den Vorteil, dass wir an Stellen gelangen, die die großen Reisebusse gar nicht anfahren können. Auf geht´s, die Reise beginnt in Dublin und endet auch wieder dort – einmal gegen den Uhrzeigersinn an der Küste entlang!
Vor einigen Monaten war ich wieder einmal in meiner Geburtsstadt Aschersleben. Ein Klassentreffen war der Grund für meine Reise in die Vergangenheit. Sie häufen sich übrigens in der letzten Zeit, diese Treffen, und finden mittlerweile alle zwei Jahre statt. Das liegt wohl daran, dass die Klassenstärke weiter zusammenschrumpft. Den ersten Abgang hatten wir, glaube ich, bereits 1996. Da hat es meinen ersten Banknachbarn in der Erweiterte Oberschule (heute wieder Gymnasium genannt) mit 42 Lebensjahren erwischt. Mittlerweile sind wir von der (Ent-)Schöpfung um bereits vier Mitschüler reduziert worden. Das scheint dem bundesdeutschen Durchschnitt zu entsprechen. Nach der Statistik der Deutschen Rentenversicherung erleben etwa 17% aller Menschen nicht ihre Rente. Ja, die Einschläge rücken immer näher … deshalb also feiern, so oft es noch geht.
Hotel am Strand in Molde, der Stadt der Rosen – im Hintergrund die später havarierte „Nordlys“ (Nordlicht)
Nicht nur vom Wasser aus, auch an Land bietet Norwegen viele interessante Motive und Sehenswürdigkeiten. So sollte man die Möglichkeit nutzen, mit Busausflügen die Umgebung der Anlandehäfen zu erkunden. Auch wenn die Fahrt etwas länger dauert als die Verweilzeit des Schiffes, dann wird eben der nächste Hafen als Wiederzustieg genutzt.
Blick auf den Klosterteich und die Abteikirche der Zisterzienser in Neuzelle
Was kaum jemand für möglich hält: Im vorwiegend protestantischen Brandenburg befindet sich ein wahres Kleinod der hochbarocken Kirchenbaukunst! Ihre Pracht kann sich mit jeder Kirche des Barock in Süddeutschland hinsichtlich der üppigen Ausstattung und bezüglich der Harmonie von Bauwerk und Epochenstil vergleichen. Gegründet als Zisterzienserabtei Mitte des 12. Jahrhunderts unter den Wettinern als Markgrafen von Meißen entstand in der Niederlausitz im Zuge des Landesausbaus ein Kloster, das alle Wirren und Veränderungen der Jahrhunderte überdauert hat.
Neulich im Interview zum Thema Ruhestand … Schon die Eingangsfrage der Journalistin, warum es so wichtig ist, sich vor dem Beginn des Ruhestandes mit der Umstellung auseinanderzusetzen, stellt für viele Leser eine glatte Zumutung dar:
Was soll da sein: Freiheit, Freizeit, Fröhlichkeit! Vorbereitung? Unsinn! Einstellen auf die dritte Lebensphase? Welchem Zweck soll das dienen? …
Und obwohl die meisten Ruhestandskandidaten den voraussichtlich letzten Arbeitstag schon lange vorher kennen (und die Tage bis dahin vielleicht schon am Maßband abschneiden ;-)) lassen sie die Dinge einfach auf sich zukommen …
Aber: Psychologen und Psychotherapeuten halten den Übergang vom Beruf in die Rente für einen der tiefsten Einschnitte auf der menschlichen Lebenslinie. Er stellt die womöglich größte biografische Transformation zwischen zwei Lebensabschnitten dar. Muss ja nicht gleich heißen, dass das Gros der Menschen die Kurve in den Ruhestand nicht kriegt …
Machen wir für all diejenigen, die es noch vor sich haben, ein kleines Gedankenexperiment und fragen uns, was sich alles ändern wird. Denn normalerweise mögen wir Menschen keine Veränderungen. Doch gerade diese kommt noch dazu von einem Tag auf den anderen – plötzlich und unerwartet – wie jedes Jahr Weihnachten. Was erst einmal positiv ist: Wir werden nicht mehr fremdbestimmt, müssen keine Zeitpläne einhalten und niemandem Rechenschaft ablegen. Wir müssen nicht mehr wirklich etwas leisten – im Gegenteil: Unsere Leistungskurve darf augenblicklich von 120 auf nahezu 0% fallen. Wir bekommen zurückgelegtes Geld in Form von Rente ohne weitere Gegenleistung (über die Höhe lässt sich streiten, auch über die Gerechtigkeit, mit der die Zahlung einhergeht). Wir leben in einer vorgabereinen Zone, in einem Universum freier Zeit mit maximalem Spielraum. Wir hängen nicht mehr an einem Seil von Abhängigkeiten und haben unendlich viel Bewegungsfreiheit zur beliebigen individuellen Entfaltung zur Verfügung. Es ist, als ob wir machen könnten, was wir wollten …
Den Zugewinnen stehen auf der anderen Seite jedoch auch folgende Phänomene gegenüber: Unser berufliches Selbstverständnis – unsere jahrzehntelange Bindung an Arbeitsprozesse, mit denen wir uns sozial, organisatorisch bzw. fachlich identifiziert haben, löst sich mit einem Schlag auf. Wir werden kurzerhand bedeutungslos für diejenigen, mit oder unter denen wir bisher gearbeitet haben. Plötzlich sind wir „Out-Group“ – fallen in einen resonanzfreien Raum ohne Anerkennung und Wertschätzung durch andere. Wir verlieren unerwartet schnell das komplette Netzwerk unserer Berufswelt. Und damit sowohl unseren Nutzen für andere, aus dem sich unsere Bedeutung speiste, als auch unseren Selbstsinn, der unserem beruflichen Wirken entsprang. Nicht selten werden wir uns dann bewusst, dass unsere Autorität ausschließlich an unserer Position und nicht an uns als Menschen festgemacht wurde …
Zu weiteren markanten Veränderungen gehören die Verlagerung des bisherigen Lebensmittelpunktes und der Verlust der strukturierten Abläufe. Haben wir bisher zwischen 10, 12, 14 oder gar mehr Stunden im und mit dem Job gelebt, beginnt nun die Zeit der „trauten Zweisamkeit mit dem Partner“: Wir verbringen 24 Stunden am Tag, 30 Tage im Monat und 12 Monate im Jahr im Grunde mit ein und der selben eng angebundenen Person. Im Extremfall in einer relativ begrenzten Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Auch müssen wir unsere Fach- und Machtinstrumente im Unternehmen zurücklassen – vor allem wir Männer! Und haben die Aufgabe, völlig neue Alltags- und Lebensabläufe zu kreieren. Wir benötigen eine an die nun berufsfreie Lebensperiode angepasste zeitliche und inhaltliche Um- und Neustrukturierung in unserer dritten Lebensphase! Die uns auch niemand vorgibt. Da man mit uns nichts mehr unternimmt, müssen wir selbst etwas unternehmen. Für manch einen von uns eine grässliche Vorstellung …
Sie haben es in der Hand: Sich vorab einen Überblick zu verschaffen und Startkapital in die dritte Lebensphase einzubringen. In meinen Augen macht es aus eigener Erfahrung Sinn, sich möglichst frühzeitig an die vielfältigen Themen des Ruhestandes heranzupirschen. Auch wenn es nach außen hin den Anschein hat, dass es mehrheitlich nur glückliche, zufriedene und gelassene Rentner und Pensionäre gibt: hinter den Kulissen sieht die Welt ein wenig anders aus. Gern unterstütze ich als (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienztrainer für Best Ager all die, denen ein erfolgreicher Start in den (Un-)Ruhestand wichtig ist: Mit meinen beiden Büchern und mit individuellen Coachingangeboten für den Übergang vom Beruf in den Ruhestand. Anfragen gern an: info@coachingfiftyplus.de
Und denken Sie immer daran: Für den Start in den Beruf haben wir eine Ausbildung absolviert, auf den Start in die Rente hat uns niemand wirklich vorbereitet! Und die macht bei positiver statistischer Betrachtung mindestens ein Viertel unseres Lebens aus … Und es soll ja eine gelingende Zeit werden!
In diesem Sinne: Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße!
Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren Wolfgang Schiele