Ich kann mich an kaum ein Jahr erinnern, in dem wir die „Gärten der Welt“ in Berlin/Marzahn nicht besucht hätten. Und mit ihm natürlich ein absolutes Highlight – den Chinesischen Garten. Er wird bei den Chinesen auch der „Garten des wiedergewonnenen Mondes“ genannt. Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Peking und Berlin wurde Anfang der 90er Jahre der größte chinesische Garten Europas geplant. Angelegt wurde er vom Pekinger Institut für Klassische Landschaftsgärtnerei, das 1997 zwei Landschaftsarchitekten und 18 Gärtner für drei Jahre nach Marzahn schickte.
Ende der 90er Jahre war der Garten der meistbesuchte in ganz England. Er wurde zwischen 1780 und 1790 auf ca. 400 ha Fläche zum Anwesen der Tremayne-Familie gestaltet. Im 19. Jahrhundert erlebte der parkartige Garten seinen Höhepunkt – mehr als 20 Gärtner waren mit seiner Pflege befasst. Als nach dem 1. Weltkrieg, währenddessen das Anwesen als Erholungsheim für Offiziere diente, das Geld zur Bewirtschaftung fehlte, verkam die Anlage und der Garten wucherte vollständig zu.