Wenn wir in einen guten Zustand geraten wollen, dann müssen bestimmte kontextuale Bedingungen erfüllt sein: Unsere materiellen und seelischen Bedürfnisse sind befriedigt, wir haben die Kontrolle über die unmittelbare Situation und wir sind im Rahmen unserer Möglichkeiten handlungs- und entscheidungsfähig. Vieles hängt letztendlich davon ab, welchem Typ Menschen wir mehr gleichen. Und davon gibt es grundsätzlich zwei …
Was macht einen guten Charakter aus? Das war die Initialfrage, als man um das Jahr 2000 herum beantworten wollte: Was aus sozialwissenschaftlicher Sicht unsere menschliche Stärke, unsere Verhaltenskompetenz und unseren Persönlichkeitswert ausmacht. So entstand das „Modell der Charakterstärken“, das erwünschte, erstrebenswerte und universelle Eigenschaften, zu denen Menschen aller Kulturkreise „Ja!“ sagen können, beschreibt. Es vereint „Values in Action“ – also „Werte in Aktion“ – vielfältige menschliche Kompetenzen, die hohen moralischen Ansprüchen genügen.
Allgemein erwiesen ist, dass soziale Kontakte zu mehr Lebensfreude führen und eine höhere Lebenserwartung nach sich ziehen. Nun verfügen wir über unsere Familien als soziales Umfeld – in der Regel stehen im fortgeschrittenen Alter nicht nur eine, sondern mehrere Familiengenerationen hinter uns. Reicht das nicht?
Bilder können sprechen. In allen Sprachen der Welt. Oft sehr leise, kaum hörbar; manchmal ganz laut, ohrenbetäubend. Doch es hat nichts mit unserem Hörsinn zu tun. Es ist unsere visuelle Wahrnehmung, die dem Gehirn eine Geschichte erzählt. Bilder transportieren mehr als nur Abbilder unserer Welt, sie verfügen über eine narrative Hörspur, die in uns Emotionen auslöst. Und Bilder sagen mehr als tausend Worte: neben dem bildlichen Inhalt, den wir sehen, erzählen sie auch immer eine mehr oder weniger diskrete Story …