Auf dem Weg zum Potsdamer Pfingstberg mit seinem Preußenschloss Belvedere kommt man in der Regel auf einem Spazierweg an der russischen Kolonie Alexandrowka vorbei. Sie wurde auf Wunsch Friedrich Wilhelm III. in Gedenken an den verstorbenen Zaren Alexander I. angelegt. In ihr wohnten russische Sänger und Künstler, die nach dem Krieg am preußischen Hof blieben. Die typisch russischen Holzbauten gehören heute zum Weltkulturerbe.
Der Schweizer Schriftsteller Charles Lewinski hat in seinem Buch „Sind Sie das?“ zum Altern u. a. geschrieben: „Was ich nicht erwartet hatte: Ereignisse aus meiner Jugendzeit, obwohl sie mehr als ein halbes Jahrhundert alt sind, scheinen in meinem Kopf viel präsenter zu sein als die Dinge, die ich später erlebt habe. Aber wahrscheinlich ist das bei allen Menschen so. Es würde erklären, warum in Autobiografien immer die ersten Kapitel die interessantesten sind.“
Attraktive, famose bzw. magische Bilder gelingen immer dann, wenn wir uns an die kompositorischen Regeln der Fotografie halten. Das meinen mehrheitlich die Profis unter den Fotografen. Von diesen Leitlinien, die zu ästhetisch empfindsamen und vollkommenen Bildern führen sollen, gibt es eine ganze Reihe; und mehr oder weniger bewusst befolge auch ich sie. Aber sie sind nicht immer der Garantieschein für ein exzellentes, auf den Betrachter Eindruck machendes Foto. Das hat verschiedene Gründe.
Das Holländische Viertel in Potsdam wurde zwischen 1733 und 1742 im Zuge der zweiten Stadterweiterung unter Leitung des niederländischen Baumeisters Jan Bouman aus Amsterdam erbaut. Unter Friedrich Wilhelm I., dem Soldatenkönig, begonnen wurde es durch Friedrich II., den Alten Fritz, vollendet. Es besteht aus 134 Ziegelsteinbauten und in einem davon, dem Hotel „Der Hofmaler“, haben wir geschichtsträchtig genächtigt. Das Viertel bietet für Touristen eine Reihe kleiner Boutiquen, Ateliers, Handwerksläden und Restaurants an. Und es lohnt sich, einfach nur drauflos zu schlendern und auch einmal in die Läden und Höfe zu schauen.