In Scharen werden die sogenannten Babyboomer in den kommenden Jahren in die Rente gehen. Und schon jetzt kann man allenthalben die Glückwünsche und „Nachrufe“ hören: der oder die geht in den „wohlverdienten Ruhestand“. Ich persönlich kann es schon nicht mehr hören. Klingt wie das Abfallen einer großen Last, der Last Arbeit. Wie eine Belohnung, die nun endlich zur Auszahlung kommt.
Heute beginne ich eine neue thematische Reihe hier in meinem Blog. Es geht nicht um das Alter und den Ruhestand, sondern um meine zweite und aktuell wichtige(re) Passion: die Fotografie. Ich habe sie „Fotoschnipsel“ genannt, weil es immer nur kleine Mosaiksteinchen sind, die sich erst nach dem Lesen vieler einzelner Beiträge zu einem Gesamtbild vereinen und dann – im Sinne der Fotografie – einen höheren Sinn ergeben.
Nach 18 Folgen meiner Fotoreihe, die immer wieder den Himmel, die Wolken, das Firmament im Fokus hatte, habe ich nun mein ganz persönliches „Best-of“ zusammengestellt. Dabei ist es kein Zufall, dass die Wolken- und Himmelsbilder insbesondere aus meiner näheren Umgebung – hier vom Scharmützelsee, wo ich wohne – im Vordergrund stehen. Den Titel „Wolkenweit“ habe ich einem hervorragenden Reiseblog von Simone Schwerdtner entliehen, in dem ich in Vorbereitung meiner Reise auf die Inselwelt des Indischen Ozeans sehr gute und sachdienliche Hinweise gefunden habe. Leider erlebte ich während der Reise an den Äquator keine annähernd so schönen Sonnenauf- und -untergänge, wie bisher in den heimischen Gefilden. Aber vielleicht war ich auch nur zur falschen Zeit am falschen Ort …
Bereits 2021 hat mich Bertram Kasper für einen Beitrag zu seinem Podcast „Gelassen älter werden“ eingeladen. Anlass war mein erstes Buch „Rastlos im Beruf, ratlos im Ruhestand“.
Im Spätherbst 2023 erhielt ich eine weitere Einladung – und fühlte mich wirklich geehrt, nochmals über meine langjährigen Erfahrungen und Eindrücke zum Thema Alter und Ruhestand in einem weiteren Beitrag erzählen zu dürfen!
Dieses Mal ging es inhaltlich um mein zweites Buch „Selbstmanagement im Ruhestand“ (Untertitel: „Coachingmodelle für mehr Resilienz und Gelassenheit im Alter“). In diesem Podcast-Beitrag sprechen Bertram, seine charmante Co-Moderatorin Catharina Maria Klein und ich über zwei beispielhaft ausgewählte Kapitel aus meinem Buch: Über nachberufliche Alternativen mit Zufriedenheitswert und unsere „inneren Antreiber“ im Alter.
Wie immer hatten die beiden Interviewer perfekte Vorarbeit geleistet, damit das Gespräch spannend, informativ und kurzweilig wurde. Und ich selbst war nach ein paar Wochen ganz gespannt darauf, in welcher atmosphärischen Spannung und zugleich in welcher Lockerheit sich unsere Themen damals entwickelt haben.
Hauptzufahrt zum Kloster San Marco in Abano Terme (Provinz Padua)
Das ist der (vorerst) dritte und letzte Teil meiner Bildereise durch die Euganeischen Hügel bei Abano Terme in der Nähe von Padua. Er zeigt im Wesentlichen Fotos des ehemaligen Franziskanerklosters (heute in Händen der Bruderschaft der Salesianer) in Abano Terme, in dem seit vielen Jahren auch die Veranstaltungen des Metaforums gehören, die von Bernd Isert als NLP-Trainer ins Leben gerufen worden. Das Kloster dient als Hotel (**), als religiöses Gäste- und Altenheim sowie als Eventcenter. Es verfügt über die unterschiedlichsten Seminarräume und bietet im vom Kreuzgang umrahmten Innenhof viele Möglichkeiten, Veranstaltungen und Seminarübungen unter freiem Himmel zu absolvieren. Auch das gemeinsame Essen wird im Innenhof eingenommen. Ich habe diesen wunderbaren Ort der Selbstfindung, der gerade für die psychologische Weiterbildung ein einmaliges Ambiente bietet, in den Jahren 2014, 2016 und 2017 jeweils für zwei Wochen kennen und schätzen gelernt. In der separat erreichbaren Kirche wird täglich Gottesdienst abgehalten.
Nachdem ich meine 50 Jahre alten Tagebücher gefunden und wieder für mich erschlossen habe, befinde ich mich stundenweise in einer anderen Welt. Und es ist beglückend und motivierend, weil ich mit jeder Zeile – sei sie positiv wirkend oder deprimierend – eine Art Altersregression durchlebe, Mein Körper schüttet Dopamin aus und dadurch nimmt meine innere Gelassenheit weiter zu. Es ist ein wahrer Stimulus in einer von schlechten Nachrichten durchwobenen Welt und einer Jahreszeit, die uns viel zu wenig Sonne und Licht spendet. Der Körper lechzt nach geistiger Coolness und sucht jedweden Positivimpuls, um wieder Zuversicht und Zukunftsmut zu schöpfen.
Eine uralte Zeder im Park – sie soll über 300 Jahre alt sein
Der Park Valsanzibio gehört mit seinen Gartenanlagen und den zugehörigen Villen und Nebengelassen zu den wichtigsten und auch größten Barockgärten Italiens. Er umfasst ca. 10 Hektar und ich habe ihn während meiner Aufenthalte in Abano Terme zweimal besucht. Allerdings ist er in die Jahre gekommen und die Erhaltung scheint ein Kostenproblem zu sein. Trotz seiner etwas morbiden Verfassung (2017) ist er bemerkenswert und inspirierend und in jedem Fall ein Gartenjuwel des Barocks, das jedes Jahr Zehntausende zu Kurzweil und Entspannung anlockt.
Unterwegs zum „Allerhof“ über eine von beiden Seiten umflutete Kreisstraße beim Ort Rethem
Das Jahr 2023 klang nicht überall so aus, wie es sich die Menschen gewünscht hatten. Zumindest nicht dort, wo das Hochwasser mit Beginn des Weihnachtsfestes viele Familien und Existenzen bedrohte. Dieses Mal war ich (fast) mittendrin – am Allerbogen. Die Silvesterparty im dortigen „Allerhof“ war lange geplant – und so standen der Hof und wir am Rande des Wassers und hofften, dass sowohl der Jahreswechsel für uns beschwingt ausklingt als auch die Zukunft der Menschen hier in Niedersachsen gesichert sei … Immerhin bildete der Himmel über dem Wasser Wolkenformationen, die positiv auf die Seele wirkten. Eine Himmelsbeobachtung über dem Hochwassergebiet zum Jahreswechsel …
Die Natur vermag uns immer wieder zu verblüffen. Nach einigen eisigen Nächten hatte sich auf dem Scharmützelsee eine dünne Eisdecke gebildet, die durch einen steten und forschen Wind aufriss. Die großen Schollen brachen und trieben als kleine Eisplatten an das Ostufer. wo sie anlandeten und sich aneinander rieben. Durch die vielen kleinen Zusammenstöße, die die schaukelnden Wellen verursachten, entstand eine klirrende und klappernde Melodie, als ob Metallplatten gegeneinander stießen. Neben dem imposanten Schauspiel auch ein bemerkenswertes Hörspiel! Das Eismeer vor der Haustür – und auch ein kleines, unerwartetes Fotoerlebnis. Viel Spaß beim Schauen! Und wer ganz genau hinhört, kann das Scheppern und Klappern der kleinen Eisschollen bestimmt auch hören …