Ein Muss beim Besuch in Brüssel: Das Atomium – sieht in natura viel gewaltiger aus, als ich es von Bildern dachte (Höhe 102 m)
Brüssel am Morgen – wir beginnen unsere Stadtrundfahrt am Atomium, das – von Nahem betrachtet – erstaunlich groß ist. Danach stecken wir allerdings anderthalb Stunden im Baustellenstau der Stadt. Das geht 1:1 von unserer Besichtigungszeit ab. Hinzu kommt die aufwendige Suche nach Toiletten für die Reisegruppe, die in Belgien rar sind. Schade, denn es gibt in der Altstadt so vieles zu sehen – leider müssen wir im Eiltempo durch die Gassen hetzen, um wenigsten auch noch das zweite wichtige Wahrzeichen sehen zu können: Männeken Piss!
Als bekennender Zitatesammler habe ich seit vielen Jahren eine Kalenderedition erworben, die mit passenden Fotos versehen ist: Im Mittelpunkt steht das Bild und nimmt etwa dreiviertel des Kalenderblattes ein, darunter – auf dem restlichen Viertel des Blattes – steht der Sinnspruch. Ich finde es kreativ, wie man zu einem Zitat ein Bild finden kann, das mit der Bedeutung des Zitates harmoniert, es unterstreicht oder sogar noch verstärkt.
Brücke, Kanal, Kähne und Schwäne am Wijngaardplein
Bei der Entscheidung für die Reiseroute durch Holland und Belgien gab es für mich eine wichtige Bedingung: Brügge muss auf jeden Fall mit dabei sein! Und so unternahmen wir einen Ausflug in die berühmte Tuchmacherstadt des Mittelalters – den vielleicht schönsten der gesamten Reise. Brügge ist die Hauptstadt von Westflandern, Bischofssitz und liegt an der belgischen Küste. Die Stadt ist umgeben von alten Wallanlagen und durchzogen von Kanälen, die gern mit Schiffen befahren werden.
Immer mehr Menschen wollen nicht mehr arbeiten müssen … Schlechtes Deutsch, zwei Modaloperatoren in einem Satz – ich weiß! Einige empfinden Lohnarbeit als Freiheitsentzug, andere hadern mit den Arbeitsbedingungen und dem betrieblichen Umfeld, wieder andere fühlen sich körperlich und/oder psychisch überfordert. Die schöne heile Welt des Ruhestandes stellt eine süße und reitvolle Verlockung dar. Nicht umsonst möchten nach einer aktuellen Umfrage mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen möglichst vor dem 63. Lebensjahr in den Stand der Ruhe eintreten …
Blick über das vernebelte Antwerpen vom Dach des Museums für zeitgenössische Kunst „Aan de Stroom“
Antwerpen ist eine faszinierende Stadt. Sie war im 15./16. Jahrhundert eine der größten Städte der Welt. Von dieser Größe zeugen noch heute die gut erhaltenen riesigen Gildehäuser am Markt. In Antwerpen vereinigte sich die Macht der Händler mit der der Politik. Zeitweilig war sie sogar die wichtigste Handelsmetropole der Welt. Berühmt ist die Stadt vor allem durch seine Funktion als Umschlag-, Verarbeitungs- und Handelsplatz für Diamanten. Aktuell versucht Antwerpen dem größten europäischen Hafen in Rotterdam den Rang abzulaufen.