Wir befinden uns auf dieser Welt in einem Dilemma: in der Zeitfalle. Wir verfügen über einen Zeitüberschuss, wie wir ihn lange nicht hatten – und leben gleichzeitig in einer Ära der Zeitarmut. Nach den Daten der OECD ist die wöchentliche Freizeit seit 1950 von Frauen von vier auf acht Stunden gestiegen. Männer erlebten in derselben Zeit einen Zeitüberschuss, der von sechs auf neun Stunden pro Woche anstieg!
Es ist der Abend des 8. Januar 2018 – und ich unternehme einen Abendspaziergang an meinem Haussee, dem Scharmützelsee im Brandenburgischen … Romantik pur!
Es ist die KI, die uns ungeahnte Welten erschließt. Vor allem die eigene. Letztens hat sie mich in Form eines LinkedIn-Algorithmus mit mir selbst verkuppeln wollen. habe ich dann schnell mal abfotografiert, damit es hier passt. Eine einzigartige Romanze könnte nun beginnen. Nun, wo ich mich mit mir selbst vernetzen kann, könnte ich auch endlich zu mir selbst finden … Aber das nur am Rande hier in dieser Fotorubrik – es soll ja um die Kuriositäten der wirklichen Welt gehen und nicht um die immateriellen Verwerfungen einer ganz und gar nicht künstlichen, sondern menschengemachten Intelligenz. Sie ist nämlich viel menschlicher als wir denken …
Nur ein kleiner Buchstabendreher – aber von gewaltiger Auswirkung! Diese beiden fast identischen Worte beschreiben wie kaum zwei andere den komplexen und gnadenlosen Paradigmenwechsel zwischen zwei Lebensabschnitten: dem aktiven und dem passiven, dem berufsgebundenen und dem ruheständigen.
Immer wieder sind sie faszinierend und geheimnisvoll: Fenster und Türen. Sie öffnen uns den Blick in den Innen- oder den Außenraum. Sie schirmen Blicke ab oder laden zum Durchsehen ein. Sie müssen Blicke aushalten können. Von beiden Seiten. Und werden fast immer ihrer Aufgabe gerecht, entweder etwas hindurchzulassen oder etwas aufzuhalten, zu blockieren, abzuschirmen. Mittlerweile ist mein Blick geschult und ich schaue mich achtsam um, wenn es um Fenster und Türen auf meinen Reisen geht. Denn sie könnten den Menschen, die durch sie durchgehen und -sehen, viel erzählen. Und da sie meist für mehr als nur eine Generation von Menschen gemacht wurden, sind sie irgendwie auch die Bewahrer eines Stückes Geschichte … Viel Spaß beim Schauen!
Die alte Schrankwand muss endlich raus! Das Monster, mittlerweile fast 30 Jahre alt, hat seine Schuldigkeit getan. Sechseinhalb laufende Meter Schränke, Regale und Vitrinen. Ein kleiner Wasserschaden vom geborstenen Aquarium 2005 ist irgendwie ihr Markenzeichen – an der Stirnwand aber kaum zu bemerken. Jetzt soll sie einer aufgelockerten Wohnlandschaft weichen. Das Dilemma dabei: Es wird Stauraum fehlen! Und was das Schlimmste ist: Ein Teil meiner geliebten Literatur findet keinen Stellplatz mehr. Bücher, die mich mehr als 50 Jahre begleitet haben, müssen ihren angestammten Platz verlassen. Schlimmer noch: Sie müssen zum Teil entsorgt werden!
Wolkenberge über dem Elbsandsteingebirge bei Rathen
Die vielfältigen und unerschöpflichen Farbkompositionen des Himmels haben schon unsere Vorfahren begeistert, aber auch geängstigt. Und auch heute zieht uns ein buntgefärbter, phantasiereicher und wolkenzerzauster Himmel in seinen Bann und wir kommen nicht umhin zu verweilen – und auch zu fotografieren, wenn Kamera oder Smartphone zur Hand sind.
Wie Praktisch – gleich neben dem Touristenbüro ist das Dubliner Whiskeymuseum! Cheers!
Die Reise geht unwiderruflich zu Ende – wir verlassen die Straßen und Wege des Wild Atlantic Way und schauen uns zum Abschluss die Stadt an, in der wir per Flugzeug angekommen sind: die Hauptstadt der Republik Irland Dublin. Dublin – der Name stammt von den Wikingern und bedeutet schwarzer See. Wir besuchen den größten Park Europas, den Phoenix Park, statten der St. Patrik-Kathedrale einen kurzen Besuch ab, wechseln dann in das georgianische Viertel mit den prachtvollen Haustüren, staunen in der O`Connell Street über das 121 m hohe und neue Wahrzeichen der Stadt, „The Spire“ und nutzen unsere Freizeit, um die Innenstadt zu erkunden. Und dann ist es Zeit zum Flughafen zu fahren und der Insel ade zu sagen … Fast zwei Wochen lang haben wir die wilden Landschaften, bizarre Klippen und fast karibisch anmutenden Sandstrände bewundert und werden die Reise so schnell wohl auch nicht vergessen …