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Späte Freiheit Ruhestand

Vom Gelingen der dritten Lebenshälfte

Verfasser

coaching50plus

Als Coach und Seminarleiter begleite ich Menschen in ihrem Übergangsprozess vom Beruf in den Ruhestand. Ich biete maßgeschneiderte Workshops und Teamcoachings für Unternehmen und Organisationen an, für die das Thema Ruhestand eine postpersonale Verpflichtung für langjährige Mitarbeiter darstellt.

Von der Wirkkraft der Positiven Psychologie

Obwohl die Positive Psychologie noch nicht überall die nötige Anerkennung erlangt hat und teilweise von den Schulpsychologen belächelt wird, sind ihre Interventionen bei Menschen in Krisen und Problemsituationen nachweislich wirksam und – was äußerst angenehm und sehr willkommen ist – leicht erlernbar. Sie eignen sich als Selbstmanagementübungen und bedürfen schon nach kurzer Zeit keiner externen Anleitung mehr. Hier sind sieben nachhaltige Beispiele für verlässliche Interventionen der Positiven Psychologie, die unser Wohlbefinden und persönliches Glück steigern können …

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Krisenabwehr für die Psyche – Resilienz im Alter – Die Eigenverantwortung (2)

Die Resilienzforschung kennt verschiedene Ansätze zu den Säulen und Einstellungen, die den Menschen gegen die verschiedenen Wechselfälle des Lebens, gegen Stress und Transformationsängste psychologisch widerstandsfähiger machen können. Mein Favorit ist auf der vorangehenden Abbildung zu sehen: sieben Resilienzfaktoren und drei lebensbedeutsame Grundeinstellungen. Gestartet bin ich mit der Akzeptanz: https://wp.me/p7Pnay-2Ta.

Fortsetzen möchte ich mit der zweiten Säule: der Eigenverantwortung.

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Krisenabwehr für die Psyche – Resilienz im Alter – Die Akzeptanz (1)

Grafik: Wolfgang Schiele

Die Resilienzforschung kennt verschiedene Ansätze zu den Säulen und Einstellungen, die den Menschen gegen die verschiedenen Wechselfälle des Lebens, gegen Stress und Transformationsängste psychologisch widerstandsfähiger machen können. Mein Favorit ist auf der vorangehenden Abbildung zu sehen: sieben Resilienzfaktoren und drei lebensbedeutsame Grundeinstellungen.

Beginnen möchte ich bei den sieben Säulen, und hier mit der Akzeptanz.

Akzeptanz ist etwas, das wir nicht bekommen oder lediglich dulden. Akzeptanz ist eine aktive Positionierung, die auf Freiwilligkeit beruht. Es ist ein zustimmendes Werturteil, eine klare Parteinahme für einen Vorgang, eine Person oder eine Sache. Um seine Existenz, seinen Lebensweg zu akzeptieren, muss man sich mit der widersprüchlichen Umgebung, seinen persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten und den immer komplexeren Sachverhalten auseinandersetzen.

Akzeptanz im Ruhestand bedeutet, mit sich selbst, seiner Biografie, seiner beruflichen Laufbahn, seinen Lebensentscheidungen ins Reine zu kommen. Seinen inneren Frieden zu erreichen, nicht überdrüssig und zornig, nicht verbittert und wütend zurückzuschauen, sondern seinen Lebensweg als wohlgesinnt, zustimmungsfähig und liebenswert wahrzunehmen. Den guten Dingen im Leben, die man selbstbestimmt mit beeinflusst hat, als positive emotionale Höhepunkte zu lieben und zu wertschätzen, und in den schlechten Dingen, die man mit eigenen Mitteln nicht beeinflussen konnte, die Lernchancen zu erkennen, die eine wichtige biografische Korrektur eingeleitet haben.

Akzeptanz beginnt u. a. mit der Einsicht, dass Vergangenes, so wie es verlaufen ist, unveränderbar bleibt. Diese oftmals von Zweifeln begleitete Erkenntnis verunsichert uns zwar, kann uns aber auch die Stärke verleihen, das bisherige Leben im Rückblick als geradlinig, stabil und wertbeständig zu verstehen. Es gab und gibt keinen Vergleich mit einem Weg B, den wir uns manchmal wünschen, weil wir ihn nicht gleichzeitig in einer parallelen Welt durchschreiten können. Was nicht mehr korrigiert werden kann, soll nicht beschämen, schuldbewusst und reumütig werden lassen, sondern uns Mut machen und Hoffnung geben, dass die Zukunft in der „Späten Freiheit“ weiterhin stimmig und schlüssig auf dem kausalen Prinzip von Ursache und Wirkung beruht – und damit verlässlich und beeinflussbar bleibt.

Grafik: Pixabay

Reinhold Niebuhr, einem US-amerikanischen Theologen, wird folgendes Zitat zugeschrieben, das die Qualität der Akzeptanz im Sinne einer Resilienzstärkung sehr gut widergibt:
„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Wenn Sie Ihre Akzeptanzfähigkeit weiter verbessern wollen, dann kann ich Ihnen folgende Übung vorschlagen: Finden Sie für sich in Situationen, die Sie nicht selbst beeinflussen oder verändern können, eine positive Selbstzuschreibung, einen individuellen Kraftsatz, eine Affirmation, die Ihnen als Mensch, als Persönlichkeit, als einzigartiges Individuum weiterhin Lebensmut, Optimismus und Selbstwertstärkung verleiht. Eine solche Satzaussage könnte vielleicht sein: „Auch wenn ich nicht die Macht habe, den Lauf der Dinge aufzuhalten und tatenlos zuschauen muss, wie Menschen sich gegenseitig ausbeuten und erniedrigen, bleibe ich in meiner persönlichen Kraft und Dynamik und liebe und schätze mich so, wie ich bin.“

Affirmationen sind eine große therapeutische Unterstützung beim Akzeptieren und Überwinden von Wechselfällen des Lebens. Vielleicht fällt es Ihnen mit dieser Art von Selbstbestätigung auch leichter, das Ableben des Partners, den Tod eines nahen Verwandten oder langjährigen Weggefährten besser zu verkraften und wieder mehr Lust auf´s Leben zu bekommen. Oder Sie kommen mit einer geeigneten Selbstzuschreibung leichter mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen als Begleiter des reifen Alters zurecht, ohne gleich an Ihrem Gebrechen verzweifeln zu müssen. Die Palette der Möglichkeiten reicht weit …

Im nächsten Beitrag geht es um die Eigenverantwortung als zweite Säule der Resilienz. Bleiben Sie gespannt!

Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße

Wolfgang Schiele
(Vor-)Ruhestandscoach und Resilienztrainer für Senioren

© Wolfgang Schiele 2020 | Coaching50plus | https://www.coachingfiftyplus.de

Wie glücklich sind „existenziell Indifferente“?

Foto: Wolfgang Schiele

Muss alles im Leben immer Sinn machen oder haben, damit wir glücklich sind oder werden? Oder darf es auch ein wenig weniger sein mit dem Sinnhaften? … Von der Ambivalenz des „Sinnlos-Glücklichseins“ …

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Resilienz als persönliche Metakompetenz in krisenhaften Zeiten und „The Big Five“ (4)

Grafik: Pixabay

Wenn wir aus psychischer Sicht den Begriff der „Resilienz“ recht klar abgrenzen können, so ist der Terminus der „Big Five“ mehrfach besetzt.

Meine ersten „Big Five“ habe ich durch meine Kontercoach, die in Südafrika als weiblicher Scout u. a. mit der Beobachtung, Hege, Umsiedlung und Beobachtung von Wildtieren beschäftigt ist, kennengelernt. Es sind die fünf typischen Großtiere des südlichen Afrika, denen man auf Safaris regelmäßig begegnen kann: der afrikanische Elefant, das Spitzmaulnashorn, der afrikanische Büffel, der Löwe und der Leopard.

Daneben bin ich mit weiteren „Großen Fünf“ im Kontext zu meiner Fortbildung zum „PEPologen“ (PEP® = Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie nach Dr. Michael Bohne) in Berührung gekommen – genauer gesagt den „Big-Five-Lösungsblockaden“: dem Selbstvorwurf, dem Fremdvorwurf, den Erwartungen an andere, das innere Schrumpfen und die parafunktionalen Loyalitäten.

Im allgemeinen psychologischen Kontext stellen die „Big Five“ ein sprachenübergreifendes diagnostisches System der Persönlichkeitspsychologie dar. Darum soll es hier in erster Linie gehen.

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Sinnquellen für´s Alter(n) – Teil 3 – Ordnung und das „Wir- und Wohlgefühl“

In der Sinnforschung – u. a. an der Uni Innsbruck durch Prof. Tatjana Schnell – wird seit längerer Zeit akademisch darüber nachgedacht, welche Lebensbereiche, Motivatoren und Kompetenzen als Sinnquellen für uns Menschen bedeutsam sein könnten. Vor gut zehn Jahren hatte man die wichtigsten zusammengetragen: Insgesamt 26 „Lebensbedeutungen“, die je nach Intensität und Präsenz sinnstiftend oder sinnneutral sind. Oder anders gesagt: „Was gibt meinem Leben einen Sinn?“ oder: „Was macht mich trotzdem glücklich?“ Ich will versuchen, die einzelnen Bedeutungen auf die reife, vor dem (oder auch schon im) Ruhestand stehende Generation der Babyboomer zu adaptieren …

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Endzeitstimmung

Noch nie so bedrückt durch die Natur gegangen.
Noch nie so deprimiert zurückgekehrt vom Spaziergang.
Noch nie so nachdenklich über die Welt angekommen, wie heute …
Und all das nicht wegen dieser coronal-viralen Epidemie, Pandemie. Dagegen wird es einen Impfstoff geben.
Vielleicht zu meiner Zeit, vielleicht danach. Wer weiß …
Aber gegen das Grauen der sich zum Schlechten wandelnden Natur?

Das eine, das heutige Grauen, wird noch weitaus zukünftiger.
Für unsere Kinder und Kindeskinder ein Horrorszenario, das schon mir kaum erspart bleibt.
Das Waldbaden wird demnächst ein Ende haben.
Denn Baden ohne Wald – wie soll das gehen?
Fast alle Birken sind tot.
Fast alle Eichen in meiner Umgebung kämpfen mit ihm, dem Tod. Aussichtslos.
Bereits die Hälfte aller Akazien hat irreversible Schäden.
Den Buchen geht es nicht viel besser.

Und ich, im Osten der Republik, im „Naturpark Oderland“ wähnte mich in einer noch halbwegs funktionierenden Welt …

Wolfgang Schiele

Resilienz als persönliche Metakompetenz in bewegten Zeiten (3)

Foto: Wolfgang Schiele

Die Selbstwirksamkeit, also die Erwartung, im Beruf und im Alltag seine Geschicke selbst beeinflussen und kontrollieren zu können, gehört zu den Grundhaltungen der Resilienz. Je nachdem, in welchem Kontext wir tätig sind und welche Aufträge wir erledigen, welche Situationen wir absolvieren oder mit welchen Personen wir in Austausch treten, unterscheiden sich unsere Einflussmöglichkeiten erheblich. Leider sind wir Menschen geneigt, den Dingen, Vorgängen oder Ergebnissen, die wir nicht wirklich beeinflussen können, mehr Aufmerksamkeit und Energie zu schenken, als denen, die wir leicht kontrollieren können …

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Sinnquellen für´s Alter(n) – Teil 2 – vertikale und horizontale Selbsttranszendenz

Foto: Wolfgang Schiele

In der Sinnforschung – u. a. an der Uni Innsbruck durch Prof. Tatjana Schnell – wird seit längerer Zeit akademisch darüber nachgedacht, welche Lebensbereiche, Motivatoren und Kompetenzen als Sinnquellen für uns Menschen bedeutsam sein könnten. Vor gut zehn Jahren hatte man die wichtigsten zusammengetragen: Insgesamt 26 „Lebensbedeutungen“, die je nach Intensität und Präsenz sinnstiftend oder sinnneutral sind. Oder anders gesagt: „Was gibt meinem Leben einen Sinn?“ oder: „Was macht mich trotzdem glücklich?“ Ich will versuchen, die einzelnen Bedeutungen auf die reife, vor dem (oder auch schon im) Ruhestand stehende Generation der Babyboomer zu adaptieren …

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