Suche

Späte Freiheit Ruhestand

Vom Gelingen der dritten Lebenshälfte

Verfasser

coaching50plus

Meine Freitätigkeit als Coach und Trainer habe ich 2024 beendet. Nun bin ich als Blogger bei WP und LinkedIn aktiv. Zudem kombiniere ich als Hobbyfotograf meine Bilder mit bekannten Sinnsprüchen zu sog. Zitatografien.

Altersauthentizität

In einem vor Kurzen aufgenommenen Interview für die Podcastreihe „Gelassen älter werden“ rutschte mir plötzlich – wie von selbst und unzensiert – ein Wort heraus: Altersauthentizität. Als ob der Begriff schon längere Zeit unbewusst in meinen Gehirn herumspukte. Und nun bahnte er sich einen Weg ins Freie!

Weiterlesen „Altersauthentizität“

Irland für Reisefaule – Entlang des Wild Atlantic Way (9)

Auf Valentia Island – einer kleinen Insel, die wir auch nur mit einem kleinen Bus bereisen können

Wir sind unterwegs auf dem „Ring of Kerry“ – einer bekannten und abwechslungsreichen Ringstraße im Südwesten von Irland. Wieder sind es die grandiosen Ausblicke, die wir von den Höhen auf die Landschaft und die Meeresklippen genießen können. Ein typisch irischer Glanzpunkt ist das Städtchen Sneem, in dem man so manch tolles Motiv finden und fotografieren kann. Am Ende der Tagestour empfängt uns der Ort Glengarrif, wo wir in einem noch aus viktorianischer Zeit stammenden Hotel übernachten werden.

Weiterlesen „Irland für Reisefaule – Entlang des Wild Atlantic Way (9)“

„Ruhestands-Manifest“ oder: 10 wichtige Gründe, warum mir der Ruhestand gefällt

Die Zahl derer, die die Gelegenheit nutzen, entweder über Vorruhestandsregelungen oder über die Rente mit 63 aus dem Berufsleben scheiden, wächst ständig. Dabei nehmen sehr viel von ihnen auch hohe Abschläge von der Altersrente in Kauf.

Warum das so ist und die Menschen zum frühestmöglichen Termin ein freiwilliges Outplacement aus dem Beruf bevorzugen, hat mannigfaltige Gründe. Was mir im Vergleich zum abhängigen Arbeitsverhältnis gefällt und was ich (erst) jetzt im Ruhestand ausleben kann, sind folgende 10 grundsätzliche Dinge:

1. Ich lebe ausschließlich selbstbestimmt und muss keine Vorgaben dritter Personen oder Organisationen mehr einhalten.

2. Ich bin Herr über meine Zeit und gestalte selbstständig meine Lebens- und Tätigkeitsabläufe.

3. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen und mich für meine Arbeitsergebnisse rechtfertigen.

4. Ich bin frei in der Wahl aller meiner Aktivitäten, die ich jederzeit beginnen und auch wieder beenden kann.

5. Ich bin niemandem zu Loyalität, Treue und Diskretion verpflichtet.

6. Ich kann meine individuellen Werte ausleben und selbstgewählte soziale Rollen besetzen – und sie auch wieder verändern oder verlassen.

7. Ich darf lernen, was mir Spaß macht und mir all die Fertigkeiten aneignen, die wirklich zu mir passen.

8. Ich vertrete meine ureigenen Überzeugungen, realisiere meinen Eigensinn und widerstehe opportunistischen Verlockungen.

9. Ich bin frei in der Wahl von Zugehörigkeiten – sowohl gegenüber Einzelpersonen, sozialen Gruppen oder Parteien.

10. Ich gebe meiner Existenz einen klaren Lebenssinn und folge meinen Sehnsüchten.

Zugegeben: Punkt 10 mag nicht jedermanns Sache sein. Aber für mich bilden die vorgenannten Gründe zusammengenommen so etwas wie mein ganz persönliches „Ruhestands-Manifest“

Vielleicht ist die Liste der „späten Freiheiten“ nicht ganz vollständig. Die vielen hunderttausend Menschen, die in jährlich in die 63er Rente gehen, werden vielleicht mehr unbewusst als bewusst aus dem einen oder anderen Grund – oder sogar mehreren Anlässen gleichzeitig – aus dem Berufsleben ausscheiden. Was auch viel darüber aussagt, was im beruflichen Kontext nicht stimmig war oder als demotivierend im professionellen Leben empfunden wurde.

Man kann es zusammenfassend auch so ausdrücken: Wir kommen vom „Müssen“ und vom „Sollen“ über´s „Wollen“ zum „Dürfen“ und zum „Können“. Da liegt der Quantensprung. Die Modaloperatoren, wie meine Deutschlehrerin sagen würde, verändern sich im Lebenslauf – und besonders einschneidend an der Schwelle vom Beruf zum Ruhestand.
Wir reifen zu freidenkenden und autarken Menschen, wenn wir den Schauplatz fremdbestimmter Arbeit verlassen (müssen, wollen, dürfen, können … ).

Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße!

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2023 | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de

Die neue Achtsamkeit – Wandertage im Elbsandsteingebirge

Vorige Woche haben wir ein paar Tage im Elbsandsteingebirge bei Bad Schandau verbracht. Seit meinen Kindheitstagen war ich nicht mehr dort. Es wurde also Zeit, diese einmalige, von der Natur geologisch wunderbar geprägte Landschaft zu (wiederzu-)entdecken und per pedes zu durchstreifen. Wobei wir uns auf die gut erschlossenen und gesicherten Wege und Pfade beschränken wollten. Das moderate herbstliche Wetter hatte eine ganze Menge Menschen an die frische Luft gelockt und es entwickelte sich ein emsiges, aber nicht gedrängtes Treiben.

Weiterlesen „Die neue Achtsamkeit – Wandertage im Elbsandsteingebirge“

„Gelassen älter werden“ …

… ein Podcast von Bertram Kasper, neuerdings dabei die charismatische Catharina Maria Klein als Co-Moderatorin! Vor Kurzem war ich eingeladen, dort über mein zweites Buch „Selbstmanagement im Ruhestand. Coachingmodelle für mehr Resilienz und Gelassenheit im Alter“ (Springer 2022) zu sprechen. Wir hatten uns aus den insgesamt 30 Therapie- und Coachingformaten des Buches zwei Modelle herausgesucht und führten ein angeregtes und gegenseitig äußerst befruchtendes Gespräch.

Im Mittelpunkt standen Fragen nach den Formen und Facetten der „Freitätigkeit“ nach dem Outplacement aus dem Beruf. Schwerpunktmäßig tauschten wir uns darüber aus, an welchen Kriterien und Qualitäten der angehende Ruheständler seine Aktivitäten in der Zeit der „Späten Freiheit“ orientieren und welche individuellen Maßstäbe (Werte, soziale Rollen, Lebenssinn, Sehnsüchte …) jeder an die Auswahl und Entscheidung stellen sollte.

Im zweiten Teil konzentrierten wir uns auf ein Modell aus der Transaktionsanalyse von Eric Berne. Wir analysierten, welche kleinen „inneren Antreiber“ uns während der Berufszeit aktiviert, motiviert und (manchmal auch negativ) angetrieben haben – um sie dann für die dritte Lebensphase zu den vitalen und selbstbestimmten „Erlaubern“ unseres Lebens umzuwidmen. Alles mit dem Ziel, zu mehr Gelassenheit und Resilienz im Alter zu gelangen.

Wenn der Podcast-Beitrag für die Öffentlichkeit freigegeben wird, werde ich ihn hier vorstellen bzw. verlinken. Wer schon jetzt neugierig ist, kann das Buch über amazon, den Onlinehandel oder Springer für den Preis von 27,99 € selbst bestellen: ISBN 978-3-658-36148-8.

Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße!

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2023 | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de

Kurioses vor der Fotolinse (12)

Sie sind überall – die Augen, die uns unentwegt beobachten

Nur wer unterwegs ist, kann die Kuriositäten, Absonderlichkeiten und auch Bizarres entdecken – wenn er/sie sich nämlich aus seiner/ihrer Komfortzone herausbewegt, sein/ihr erweitertes Umfeld beobachtet – und beginnt, die Dinge in einen neuen Kontext zu setzen. Geben wir dem Alltäglichen einen neuen Rahmen – und es kann uns vor allem in diesen instabilen und bedrohlichen Zeiten ein leises Schmunzeln entlocken oder einen AHA-Effekt erzeugen. Dieses Mal stammen einige Motive aus einer Rundreise durch Holland und Flandern – obwohl sie nicht zwingend auf diese Ursprungsgebiete hinweisen. Viel Spaß beim Schauen und Feixen.

Weiterlesen „Kurioses vor der Fotolinse (12)“

„Kennen Sie Wolfgang Schiele?“ – Eine „Hommage“ an die KI

KI ist in aller Munde. Das neue Wunderkind der KI heißt ChatGPT (im übersetzten Volltext: „Plaudern mit einem gezeugten vortrainierten Wandler“). Auch wenn uns Älteren diese Künstliche Intelligenz nicht ganz geheuer ist und wir Alten vorzugsweise auf unser eigenes Denkorgan zurückgreifen möchten, so begegnet uns der, die oder das (?) ChatGPT fast schon überall im täglichen Leben.

Weiterlesen „„Kennen Sie Wolfgang Schiele?“ – Eine „Hommage“ an die KI“

Irland für Reisefaule – Entlang des Wild Atlantic Way (8)

Das National Folk Theatre „Siamse Tire“ in Tralee im County Kerry

Es geht weiter in die Region Kerry, genauer gesagt auf die Halbinsel Dingle. Wir schauen in Tralee am irischen Volkstheater vorbei und besuchen das Städtchen Dingle, wo wir uns einen original irischen Mittagsimbiss mit Fish and Chips und Beer gönnen. Wir befinden uns auf einer der schönsten Ringstraßen der Insel – dem Ring of Dingle und machen einen Abstecher zu den Bienenkorbhäusern und zum „Galarus Oratory“. Abends übernachten wir im Hotel Butlers Arm der Küstenstadt Waterville, das durch die häufigen Besuche von Charly Chaplin berühmt wurde.

Weiterlesen „Irland für Reisefaule – Entlang des Wild Atlantic Way (8)“

Fenster – geheimnisvolle Grenzflächen zwischen den Welten (1)

Fensterspiegelungen im Amsterdamer Hafen

Die Vielfalt an Fenstern ist schier unerschöpflich. Immer wieder bin ich begeistert, wie Menschen ihre Fenster auswählen, herrichten und dekorieren. Fenster gestatten zwei Sichten: In das Innen, wenn man aus der großen Welt hineinschaut, und in das Außen, wenn man aus seiner kleinen Welt hinausschaut.
Meist ist einem der Blick in Innere, Intime versperrt – darin besteht eine wichtige Aufgabe des Fensters. Zu gern möchten wir manches Mal wissen, wie es hinter der Scheibe einer Privatadresse, hinter der Glasfront eines öffentlichen Gebäudes oder hinter dem Mosaik eines Kirchenfensters aussieht. Und wenn wir drinnen sind und ans Fenster treten, erhoffen wir uns einen möglichst weiten Blick in die große freie Welt, ohne selbst erkannt zu werden.
Und dann gibt es Fenster, die sind von außen undurchdringlich. Weil sie uns als Spiegel unserer rückwärtigen Welt dienen.

Weiterlesen „Fenster – geheimnisvolle Grenzflächen zwischen den Welten (1)“

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑