Wir starten am späten Abend im Amsterdam mit unserer „Alina“ Richtung Ijsselmeer …
Die Nächte werden weitestgehend für die Überfahrten zu den nächsten Zielen genutzt. Wir machen es uns abends an Bord gemütlich und werden mit kleinen Unterhaltungssequenzen verwöhnt. Die Getränkeversorgung klappt reibungslos dank All-Inclusive-Buchung …
Der alte Hauptturm von Hoorn an einer der vier Hafeneinfahrten
Die Holländer selbst zählen die Stadt Hoorn (ca. 70.000 Einwohner) zu den 20 schönsten ihres Landes. Und in der Tat ist ein Rundgang durch den Ort in unmittelbarer Nähe des Hafens ein Muss für jeden Städteliebhaber. Der Ort wirkt im Gegensatz zu manch anderer städtischen Sehenswürdigkeit nicht überlaufen, sondern wohltuend entspannend – und ist sehr empfehlenswert.
Nachdem wir von Amsterdam kommend das Ijsselmeer überquert haben, kommen wir am frühen Morgen in der alten Hafenstadt Medemblik an. Sie war ein bedeutender Hafen während des Spätmittelalters, als sich die Niederlande und die spanische Krone im 80jährigen Krieg gegenseitig bekämpften.
Unser Transportmittel für die kommenden sieben Tage: die „Alina“, gebucht mit all-inclusive-Komfort.
Das Septemberwetter zeigt sich von seiner sonnenstrahlenden Seite. Die Bedenken vor einem Monat, dass der niedrige Wasserstand des Rheins womöglich die Reise einschränken oder gar unmöglich machen könnte, sind glücklicherweise ausgeräumt. Es kann losgehen, Schiff ahoi!
Vor zwei Tagen schoben sich gegen Abend sehr farbintensive Wolkenberge über mein Haus. Das Spektakel hatte sich so schnell entwickelt, dass ich keine Zeit mehr fand, mir einen sichtfreien Standort, z. B. an meinem Haussee, zu suchen. Also musste es auch so gehen: eine Lücke zwischen den Dächern ausmachen und die Kamera in den Himmel halten. Hier sind die Ergebnisse!
Einige Jahre lang habe ich immer wieder die Adonisröschen-Blüte bei Lebus an der Oder verpasst. Aber dieses Jahr sollte es ganz bestimmt anders sein, da auch der RBB einen kurzen Bericht darüber brachte. Also nichts wie auf ins Grüne!
Kennt Ihr das auch, wenn Euch der Streifschuss eines Gedankens trifft, er vom Gehirn abprallt und einfach so ins Nichts entfleucht? Wenn eine aufpoppende Idee ohne Rückstand abrupt verlorengeht? Und wenn alle Mühe, den verlorengegangenen Gedanken auf irgendeine Art wieder einzufangen, vergebens ist?
Was soll denn das sein – „Citatographie“? — In meinem Verständnis ist es die integrierte Verbindung eines „geflügelten Wortes“ mit einer Fotografie. Nicht getrennt voneinander, sondern auf einer Oberfläche. Eine unmittelbare Verschmelzung von Wort und Bild.
Die Natur vermag uns immer wieder zu verblüffen. Nach einigen eisigen Nächten hatte sich auf dem Scharmützelsee eine dünne Eisdecke gebildet, die durch einen steten und forschen Wind aufriss. Die großen Schollen brachen und trieben als kleine Eisplatten an das Ostufer. wo sie anlandeten und sich aneinander rieben. Durch die vielen kleinen Zusammenstöße, die die schaukelnden Wellen verursachten, entstand eine klirrende und klappernde Melodie, als ob Metallplatten gegeneinander stießen. Neben dem imposanten Schauspiel auch ein bemerkenswertes Hörspiel! Das Eismeer vor der Haustür – und auch ein kleines, unerwartetes Fotoerlebnis. Viel Spaß beim Schauen! Und wer ganz genau hinhört, kann das Scheppern und Klappern der kleinen Eisschollen bestimmt auch hören …