Eine Stakenfahrt – ich fühle mich wie im geliebten Spreewald! Obwohl bereits Saisonende ist, wird für uns eine Kahnfahrt auf der Krutynia organisiert. Und eigentlich sollte sich daran ein deftiges Essen am Lagerfeuer anschließen. Allerdings sind die Wetterverhältnisse nicht so berauschend.
Wir stehen vor einer von den Jesuiten erbauten barocken Wallfahrtskirche. Der Legende nach soll ein entlassener Sträfling in einer Linde ein Madonnenbild installiert haben, wonach dort mehrere Wunder geschehen sein sollen. Die an dieser Stelle errichtete „Kleine Basilika“ ist einer der meist besuchten Pilgerorte in Polen.
Herzlich Willkommen im Nussknackermuseum Neuhausen – Foto: Wolfgang Schiele
Eine ganz besondere Attraktion erreichen wir nur mit einer Schlitterparty über das Glatteis des Ortes Neuhausen: Das einzige und „Erste Nussknackermuseum Deutschlands“. Das Museum zeigt etwa 5000 Exponate aus 30 Ländern der Welt. Hier finden wir den kleinsten Nussknacker der Welt: Er misst 4,9 mm und ist aus einem Zahnstocher geschnitzt. Und auch den größten – seine Höhe misst 10,10 m. Dazu findet sich so manch anderer Hingucker, wie kreative Schwibbögen und allerlei andere hölzerne Gesellen – und Gesellinnen natürlich. Auch im Guinnessbuch der Rekorde steht die weltgrößte Spieluhr, die man auf dem Freigelände bestaunen kann. Und wer will, kann erzgebirgische Holz- und Schnitzkunst im Museumsladen erstehen. Wir gehen natürlich auch nicht leer aus …
Auf der Strecke zu unserem nächsten Zwischenstopp bekommen wir schon einen Vorgeschmack auf Entspannung: Wir rasten in einer attraktiven Restauration mit mehreren Lokalen, verlockenden Übernachtungsangeboten und idyllischen Winkeln in einem kleinen Park mit See in der Ortschaft Ostroleka.
Der Begriff „Jüdisches Museum“ ist nicht ganz korrekt. Richtig muss es heißen: „Museum der Geschichte der polnischen Juden“. Die Architektur des Museums selbst ist äußerst bemerkenswert und wurde vom finnischen Architekten Rainer Mahlamäki und seinem polnischen Partner Ilmari Lahdelma entworfen. Die einzigartige, wellenförmige Glasfassade des Gebäudes hat Symbolkraft und repräsentiert die Teilung des Roten Meeres in der biblischen Geschichte des Exodus.