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Späte Freiheit Ruhestand

Vom Gelingen der dritten Lebenshälfte

Es lebe die Unsterblichkeit!

Foto: Wolfgang Schiele

Unsere westliche Gesellschaft kultiviert und pflegt kontinuierlich und mit matrahafter Gleichförmigkeit den Gedanken der steten und beinahe beliebigen Lebensverlängerung. Fast schien es so, als ob wir von der sehnlichst erhofften Unsterblichkeit nur noch ein paar Schritte entfernt seien. Doch aus heiterem Himmel platzt in unsere selbstherrlich überzogenen Unsterblichkeitüberlegungen eine Störgröße hinein. In der Überzeugung, dass wir uns in einer perfekten und wie am Schnürchen wachsenden Welt der unbegrenzten Möglichkeiten bewegen, haben wir bewusst und sehr erfolgreich unliebsame Szenarien verdrängt; so u. a. jederzeit mögliche, mikro- oder makrokosmische Ereignisse mit verheerenden Auswirkungen auf das Leben auf dieser Erde, in dieser Welt …

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(M)eine unendliche Geschichte …

Foto: Wolfgang Schiele

Oftmals, wenn es uns seelisch schlecht geht, sind wir in einer sich mantraartig wiederholenden Denkschleife gefangen. Wir sind unzufrieden mit uns selbst, scheinbar erfolglos und neiden anderen ihre Fortschritte im Leben. Die Ursache ist:
Wir erzählen uns und anderen immer wieder dieselbe Geschichte. Sie klingt so (oder so ähnlich):
„Ich kann es nicht. Es geht nicht. Ich habe es nicht verdient.“

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Die Bedeutung des „Wertequadrats“ in beispiellosen Zeiten (3)

Das Wertequadrat (nach N. Hartmann, F. Schulz von Thun und M. Varga v. Kibed)

In meinen beiden Blogbeiträgen aus dem Jahre 2018 habe ich gezeigt, dass das sog. „Wertequadrat“ (nach N. Hartmann, F. Schulz von Thun, M. Varga von Kibed u. a.) eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für Menschen im Übergang vom Beruf in den Ruhestand haben kann. An zwei Beispielen habe ich versucht, aus einschränkenden Werten oder Mängeln über dialektische Gegensätze, entwertende Übertreibungen und Überkompensationen zu einem ausbalancierten, möglichst optimalen Verhaltens-Zielwert zu gelangen. Zum einen begann der Entwicklungsweg beim Thema EINSAMKEIT, zum anderen beim AKTIONISMUS – beides Werteextreme, die einer erfüllten und selbstbestimmten Ruhestandszeit im Wege stehen dürften (siehe auch https://wp.me/p7Pnay-1cl und https://wp.me/p7Pnay-1dc).

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Und nein, ich gebe (jetzt) keine Webinare!

Grafik: Pixabay

Das Netz ist voll von Angeboten an Online-Seminaren, geradezu viral verseucht, möchte man meinen. Jeder, der nur halbwegs meint, sein Wissen in diesen Zeiten verbreiten zu müssen, wird zum Anbieter von digitalem Sendungs-Wissen. In einer Krisensituation, die wenig oder keinen unmittelbaren Kontakt zwischen Mentoren und Teilnehmern zulässt, gerät die Übertragung via Bildschirm zu einer Art Allheilmittel. Die weitgehend erzwungene Isolation, die analoge Vereinsamung, greift auf das letzte Hilfsmittel zurück, das uns geblieben ist zur zwischenmenschlichen Kommunikation. Manch Anbieter von Zahlen Daten Fakten hofft, die coronaverkeimte Zeit überbrücken zu können mit den technischen Diensten der digitalen Welt. Dahinter verbirgt sich natürlich auch der Zwang, das weggebrochene Präsenzgeschäft zumindest partiell auszugleichen und einen gewissen Deckungsbeitrag zu erwirtschaften.

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Frohes Osterfest!

Ich wünsche allen Lesern und Anhängern dieses Blogs ein gelingendes, harmonisches und sonniges Oster- und Frühlingsfest! Gerade weil die Zeiten beispiellos sind, sollten wir uns einmal mehr unserem „Innen-Leben“ widmen und die Zeit nutzen, uns über unsere wahren Ziele und Wünsche im Leben klar zu werden.

Khalil Gibran, ein libanesicher Dichter und Philosoph, hat schon vor fast 100 Jahren eine schöne Metapher für das Verhältnis von Nähe und Distanz zwischen den Menschen gefunden, die punktgenau in unsere beispiellose Zeit passt: „Singt und tanzt zusammen und seid fröhlich, aber lasst jeden von euch allein sein, so wie die Saiten einer Laute allein sind und doch von derselben Musik erzittern.“

In diesem Sinne Frohe Ostern!


Wolfgang Schiele
(Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren

© Wolfgang Schiele 2020 | Coaching50plus | https://www.coachingfiftyplus.de

„Und das Atmen nicht vergessen!“ (3)

Foto: Pixabay

Atmen ist eine überlebensnotwendige Leistung unseres Körpers. Wir benötigen sie, um das Blut vom Kohlendioxid zu reinigen und frischen Sauerstoff aufzunehmen. Im Verlaufe unseres Lebens atmen wir durchschnittlich immer langsamer: Ventilieren wir als Neugeborene bis zu 50 Mal pro Minute, so verlangsamt sich die Atemfrequenz auf 11 bis 15 Mal in fortgeschrittenem Alter. Doch wir schenken dem daseinserhaltenden Odem nur selten die notwendige Aufmerksamkeit …

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„Und das Atmen nicht vergessen!“ (2)

Grafik: Pixabay

Immer gern als Muntermacher in meinen Workshops biete ich eine Übung an, die die Koordination der beiden Gehirnhälften verbessert, den Kreislauf in Schwung bringt und die Sehnen und Gelenke in Schuss hält: meinen „Schuhplattler“. Der geht so: Alle aufstehen von den Plätzen! Dann rechte Hand auf angezogenes linkes Knie, Bein danach wieder aufsetzen, Arm fallen lassen. Dann linke Hand auf angezogenes rechtes Knie, dann Bein wieder aufsetzen und Arm fallen lassen. Dann wieder die Seiten wechseln. Die Arme werden dabei in einem großen Bogen weit nach oben bewegt, bevor sie das Knie berühren. Das ganze 50 Mal hintereinander – jeder in seinem Tempo! Und wer mag, kann die Bewegung der Arme jeweils mit dem Kopf nachverfolgen. Bei all der „Komplexität“ der Übung lautet mein nicht enden wollender Appell an die Teilnehmer jedes Mal: UND DABEI NICHT DAS ATMEN VERGESSEN!

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„Und das Atmen nicht vergesssen!“ (1)

Grafik: Pixabay

Das hörte ich immer wieder während meiner Physiotherapie, die einer Bandscheibenoperation im Jahre 2007 folgte. Denn immer wieder „vergaß“ ich während der Konzentration auf die neuen Bewegungsabläufe auf eine gleichmäßige, den Belastungen entsprechende Atmung, zu achten.

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Psyche im Ausnahmezustand

Grafik: Pixabay

Es gibt kaum etwas, was der Mensch in unserer westlich geprägten Hemisphäre so liebt, wie seine individuelle Freiheit. Wird sie ihm genommen, so setzt sein Streben zurück in dieselbe ungeahnte Kräfte frei. Ähnlich verhält es sich mit der Zugehörigkeit: Wir alle möchten nicht nur bestimmten Gruppen von Menschen angehören – wir wollen auch mit ihnen zusammen sein. Es zieht uns hin zu den Lieben, zur Sportgemeinschaft, in den Verein. Und manchmal fehlen uns sogar unsere ärgsten Feinde. Eingesperrt und isoliert sein ist nicht des Menschen Ding.

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