
Und wenn ja: Wofür oder wogegen?
Heute früh blitzte plötzlich ein Wort durch meinen Kopf – das Wörtchen rüstig. Ich bin ihm in meiner Trainerpraxis – obwohl ein Dutzend Jahre mit den Themen Beruf und Ruhestand unterwegs und auch in den sozialen Medien damit aktiv und passiv präsent – so gut wie nie begegnet. Ist es etwa ein überholtes, ausgedientes und lediglich überliefertes Wort unserer Vorfahren?
Der Duden gibt keinen Kommentar ab. Wo kommt das Wort eigentlich her? Gemeinhin tritt es nach meiner Erfahrung (nur) im Zusammenhang mit dem Begriff des Ruheständlers auf – der „rüstige Rentner“ eben. Aber wogegen ist er oder sie im Alter gerüstet? Gegen Krankheiten, Immobilität und Isolation? Im allgemeinen Sprachgebrauch meint man wohl mit rüstig: vital, mobil und gesund aufgestellt zu sein in seinen fortgeschrittenen Lebensjahren.
Oder hat es etwa damit zu tun, dass wir „gerüstet“ – also mit einer Art Rüstung ausgestattet – noch ins Feld ziehen sollen/können, um unsere „Altersschlachten“ zu schlagen? Vielleicht – wie unser aktueller Verteidigungsminister es formuliert – kriegstauglich zu sein, um uns in einer das Alter diskriminierenden Welt als „Senioren“ wehren, verteidigen und durchsetzen zu können? (Autsch, da gehe ich jetzt wohl einen Schritt zu weit … Oder?).
Ich persönlich fühle mich in friedvoller Art rüstig – also im Sinne von seelisch ausgeglichen und psychisch intakt, körperlich ausreichend leistungsfähig für mein Alter und mit einem entwickelten Selbstwertgefühl ausgestattet. Sonst hätte ich im laufenden Jahr nicht noch späte Hausumgestaltungsprojekte in Gang gebracht und sowohl das Wohn- und Esszimmer als auch die Küche komplett renoviert. Ohne fremde Handwerker und ohne hohen finanziellen Fremdeinsatz (kommt der Rentner-Urlaubskasse zugute!).
Was meint Ihr zum Wörtchen „rüstig“? Seit Ihr schon einmal als rüstig bezeichnet worden? Wie empfindet Ihr Euren Vitalitätsgrad im fortgeschrittenen Alter? Welches Rüstzeug ist Euch mitgegeben worden, um eine hohe Lebenserwartung zu haben?
Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße!
Ihr freiwillig emeritierter (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele
© Wolfgang Schiele 2024 | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de

5. November 2024 at 17:33
Das ist genau die richtige Frage, liebe Gisela Benseler!
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5. November 2024 at 17:32
👍😊👍
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5. November 2024 at 17:31
Vielen Dank für´s Teilen!
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5. November 2024 at 12:30
Tatsächlich: Es sind Fische.
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5. November 2024 at 12:29
Fische, das kann auch sein. Aber in einem Korb?
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5. November 2024 at 10:42
Für mich sind es Fische (einige Augen sind zu sehen). Vielleicht sucht er nach einem Rezept für die Zubereitung?
Einen schönen Tag!
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5. November 2024 at 10:15
Ja „rüstig“ (=selbstbestimmt zu bleiben wird mit wachsenden Alter eine Priorität.Nach einer Wirbelsäulen
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5. November 2024 at 9:42
Der Mann auf dem Foto hat anscheinend in seinem Korb Pilze gesammelt. Er sieht aber gar nicht glücklich darüber aus sondern guckt ziemlich kritisch in Richtung Korb.
Als Zitografie betrachtet, ist er keinesfalls „gerüste“t dafür.
Fragen wie: Sind das alles eßbare Pilze? Sind vielleicht auch giftige dabei? Sollte ich es wagen, sie zu verzehren? Aber wie?“ werden ihm wohl durch den Kopf wandern, und da braucht er Beistand und einen guten Rat.
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5. November 2024 at 9:35
Ich habe diesen Beitrag gerade bei mir gezeigt, weil es sicher einige gibt, die sich von diesem Thema angesprochen fühlen.
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5. November 2024 at 9:30
MeineGroßmutter galt lange als „rüstig“, da sie noch lange aufrecht mit uns spazierenging, aber auch fröhlich und helfend an allem teilnahm. Bin ich mit 85 noch „rüstig“ bzw. wieder „rüstig“ nach 3 Krebs-OPs? Man könnte es wohl so nennen.
Doch ich bin mehr am Computer tätig, schreibe und zeichne gern, müßte mich dringend mehr bewegen. Also heute werde ich es nachholen.
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5. November 2024 at 9:24
Wenn mir so ein Gedanke „plötzlich aufblitzt“, nenne ich das einen „Lichtblick“ oder einen „Wink des Himmels“, dabei zu verweilen und etwas damit anzufangen. Das haben Sie wieder in sehr lebendiger Art getan und vielen damit einen Ansporn gegeben, hier einmal innenzuhalten und sich selbst zu fragen:
Was bewegt dies in mir?
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