Ich kann Geld für zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge ausgeben: für einen (für mich) wertvollen Gegenstand oder für ein (für mich) wichtiges Erleben. Und es gibt den beglückenden Idealfall: Wenn sich beides miteinander vereint. Und sich das Erlebte mit der erworbenen Sache fest verbindet. Wenn ich Erlebtes materiell und ideell als körperliches und geistiges Eigentum davontragen und die beiden Eigenschaften – wo und wann ich will – immer wieder zu authentischem Erleben wiedererwecken kann. Wenn Körper, Geist und Seele zugleich durch Berührung, Erinnerung und Demut beglückt werden.
Kann uns Künstliche Intelligenz wahre Fotografie vorgaukeln? Werden wir jetzt und demnächst wissen, ob ein Bild von Menschenhand gemacht wurde? Werden wir erkennen und unterscheiden können, ob das Werk mit menschlichen Emotionen und mit individueller Kreativität erschaffen wurde, um einen Moment der Ewigkeit einzufrieren? Wurde das Motiv von einem Menschen ausgewählt, kompositorisch bearbeitet und dann für ein Bild abgelichtet? Oder hat es ein Maschinenwesen produziert, ein komplexer Algorithmus, prall gefüllt mit dem digitalisierten, vermeintlich wahren Wissen dieser Welt? Eine menschengeschaffene Kreatur ohne Emotionen und Seele, die noch nie durch die Welt gestreift ist und menschliche Freude und Leid empfunden hat?
Immer, wenn ich meine beiden Zitatenkalender umblättere bzw. abreiße und den jeweils darauf stehenden Spruch lese, dann verbinde ich gedanklich den Text mit dem Bild und prüfe in meinem Inneren, wie gut beide zueinander passen. Manchmal erschließt sich die Verbindung schnell, manchmal muss ich um die Ecke denken und ein anderes Mal finde ich nur schwerlich eine zwingende Assoziation. Und dann gibt es bei vielen Zitatenkalendern, die ich kenne, immer noch die Trennung zwischen dem Bild und dem zitierten Begleitbild. Weil beide in der Regel räumlich voneinander getrennt und nicht miteinander verschmolzen sind.
Was soll denn das sein – „Citatographie“? — In meinem Verständnis ist es die integrierte Verbindung eines „geflügelten Wortes“ mit einer Fotografie. Nicht getrennt voneinander, sondern auf einer Oberfläche. Eine unmittelbare Verschmelzung von Wort und Bild.
Teilchen verhalten sich unterschiedlich – nämlich in Abhängigkeit davon, ob man sie beobachtet oder nicht. — Wie jetzt? Warum sollten sie unter Beobachtung etwas anderes tun als ohne? – Doch in der Tat: Teilchen verhalten sich anders, wenn man sie beobachtet! Klingt erst einmal verblüffend, wenn nicht sogar verwirrend. Hier die Erklärung …
Sonnenuntergänge machen mich gern mal sentimental – auch (oder gerade?) wenn sie am heimischen Ufer ablaufen
Es gibt Fotomotive, denen ich mich nur langsam und achtsam und in Demut nähere. Das sind die, die entweder sehr sinnlich auf mich wirken. Oder die, die in mir pure Verwunderung oder grenzenloses Erstaunen auslösen: Über das, was die Natur fertigbringt und uns immer wieder zeigt, dass nur sie allein unsere Lehrmeisterin war und auch weiterhin sein wird. Zum ersten Mal hatte ich dieses Gefühl, als ich die Orchideen-Schauhäuser des Berggartens in Hannover betrat. Dort befindet sich eine der umfangreichsten Orchideensammlungen Europas, wenn nicht sogar der Welt. Und dieses leichte, schwerelose Erschaudern, dieser „Oho-Effekt“ in einem von Glas umgebenden Raum, hat sich übertragen auf die landschaftlichen Naturwunder der Welt.
Die „Siebenfarbenen Erden“ – ein Naturschauspiel und Besuchermagnet auf Mauritius
Während der Schulzeit hatten wir im Fach Deutsch bei Klassenarbeiten fast immer die Wahl, eine Buchinterpretation zu schreiben oder uns für eine Bildbeschreibung zu entscheiden. So weit ich mich erinnern kann, habe ich immer die visuelle Variante bevorzugt: Beschreiben was ich sehen und emotionalisieren kann, und nicht, was ich gerade gelesen (oder als Pflichtliteratur auch nicht gelesen …) habe. Eine Buchrezension ist fast immer stringent und unzweideutig, weil Sprache sehr exakt ist und der Kontext eines Buches kaum abweichende Wertungen offenlässt.
Architektur in Deutschland. In diesem Blogbeitrage habe ich einige Bauten zusammengestellt, die ich im Laufe der Jahre bei Reisen und Ausflügen vor die Kamera bekommen habe. Sie zeigen die Kreativität der Architekten und die damit verbundene Vielfalt der Bauwerke, die die Zeit und die jeweilige Kulturepoche hervorgebracht hat.