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Späte Freiheit Ruhestand

Vom Gelingen der dritten Lebenshälfte

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Fotografie

Vom „Rosenstolz“, Teil 4 – Die BuGa 2021 in Erfurt

Foto: Wolfgang Schiele

Der (vorerst) letzte Teil der „Rosentetralogie“ stammt von der Bundesgartenschau 2021 in Erfurt. Der der ständigen EGA-Ausstellung angeschlossene Rosengarten wurde aus diesem Anlass offensichtlich etwas aufgehübscht und zeigte sich bei bestem Gartenwetter in seiner ganzen Pracht.

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Das digitale Fotoerbe (3)

Foto: Wolfgang Schiele

Viele unserer digitalen Bilder sind in clouds, in Datenbanken oder auf mobilen Datenträgern nicht nur einmal, sondern mehrmals abgespeichert, verarbeitet oder veröffentlicht. Auch wenn die Welt, wie wir sie kennen, untergeht, werden viele Abbildungen unserer Umwelt erhalten bleiben. All die Trilliarden von Motiven könnten wieder zusammengesetzt werden. Ob sich daraus ein Bild der realen Welt synthetisieren ließe? Würden die Informationen, die wir gesammelt und gespeichert haben, ausreichen, um eine vollständige Rekonstruktion einer beseelten Welt herbeizuführen?

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Das digitale Fotoerbe (1)

Foto: Wolfgang Schiele

Früher war alles anders – und nicht unbedingt besser. Wir hatten in der Regel Filmdosen dabei, die Rollen aus Acetat- oder Polyesterträgermaterial enthielten und auf denen sich üblicherweise lichtempfindliche Substanzen befanden. Meist nutzten wir die längeren Ausführungen mit 36 Bildern, eher weniger die mit 20 Aufnahmen. Jede Belichtung hatte ein einzigartiges und (fast) unveränderbares Fotomotiv zum Ergebnis; das allein schon machte die Aufnahme in gewisser Hinsicht wertvoll. Und da die Filme vergleichsweise teuer waren, nahm man sich als Hobbyfotograf mit einem gewissen Qualitätsanspruch auch einen Moment länger Zeit, damit das Motiv exakt belichtet, möglichst wackelfrei und horizontal ausgerichtet auf dem Negativfilm landete.

Foto: Wolfgang Schiele

Heute, viele Jahre nach der Einführung der Digitalfotografie, sind die vielfältigsten Speicherorte mit fast unendlicher Kapazität überall so gut wie kostenlos zu haben. Die Medien, in oder auf denen unsere Bilder gespeichert werden und auftauchen können, sind ungezählt. Milliarden und Abermilliarden von Aufnahmen führen zu einer nie gekannten Reizüberflutung – unser Gehirn wird regelrecht bombardiert mit einer unendlich scheinenden Menge an Farben, Motiven und Bearbeitungseffekten. Das macht die Fotografie zum Medium einer lückenlosen Aneinanderreihung von Menschheitsmomenten, aber auch zu einer archivierten Lebensgeschichte ohne wirkliche Höhepunkte für das Individuum. Ohne die bildliche Abspeicherung unseres Daseins scheint es keine Vergangenheit gegeben zu haben, könnten wir unsere eigene Existenz anzweifeln oder sogar grundsätzlich leugnen.

Foto: Wolfgang Schiele

Wenn wir ein Motiv fotografieren, dann treten wir aus dem gerade eben durchlebten Moment heraus. Wir verlassen die Realität und schieben ein Abbild von ihr in unser Lebensarchiv – auch in der Hoffnung, dass es als externes Gedächtnis sorgfältiger und fehlerfreier arbeitet, als unser biografisches Gedächtnis. Dem digital gespeicherten Bild schreiben wir eine zweifelsfreie Wahrnehmung und die ausschließliche Wahrheit zu. Einem Phänomen, das sich aus Millionen von leblosen Pixeln zusammensetzt (und das jederzeit gelöscht, zerstört oder missbraucht werden kann!) vertrauen wir in der Zukunft offenbar mehr als den Gefühlen und Sinnesempfindungen zu, die Körper, Geist und Seele im Augenblick des Auslösens bewusst und unbewusst aufgenommen haben.

Foto: Wolfgang Schiele

Je weiter die Zeit voranschreitet, die fotografische Cloud wächst und die Festplattenlaufwerke voller laufen, desto mehr wächst der innere Druck, das Digitalarchiv auszumisten, zu ordnen und zu katalogisieren. Auch wenn die Befassung mit dem fotografischen Nachlass Spaß verheißt und Erinnerungen wachrufen wird – das Unterfangen wird bald zu einer unerwarteten Mammutaufgabe. Bei der Sichtung der Fotoausbeute wollen wir möglichst genau den Ort, die Situation und den Zeitpunkt fixieren. Zu den beiden ersten Aspekten gelingt uns eine Zuordnung meist recht gut; beim Erinnern des Zeitpunktes beginnen die Unschärfen. Wenn wir beim Durchforsten und Sortieren der Bilder den mentalen Bogen zum biografischen Gedächtnis schlagen können und sich Deckungsgleichheit zwischen dem Bild und der vergangenen Wirklichkeit einstellt, dann passiert es: Das Pixelchaos initiiert in uns die Emotionen des real verstrichenen Augenblicks.

Foto: Wolfgang Schiele

Dann, wenn die Bilder in uns eine emotionale Betroffenheit auslösen und wir sie für würdig empfinden, in neuer, geordneter Form abgelegt zu sein, dann hat die Digitalität ihren Zweck erfüllt. Denn wir haben alle Möglichkeiten, sie jederzeit und fast von jedem Ort der Welt erneut anzurufen, um eine weitere Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen. Das alles wäre mit einem analogen Abzug nicht machbar gewesen – denn wer läuft schon mit seiner ausgedruckten Lieblingsbildersammlung unter dem Arm durch die Welt?

Foto: Wolfgang Schiele

Nun habe ich in der Tat begonnen, meine geschätzt 25.000 Bilder Schritt für Schritt zu sichten. Schon zu lange hat mich mein liebstes Haustier, der Schweinehund, davon abgehalten. Oder muss die Zeit erst reifen, damit man das Aufbereitungswerk seiner „visuellen Vergangenheit“ in Angriff nimmt? Man schreibt ja seine Memoiren auch nicht schon mit 35 Lebensjahren. Sei es, wie es sei. Stellt sich die Frage nach der Herangehensweise und die Art der Klassifizierung. Da bleiben nicht viele Optionen: entweder man entscheidet sich für die thematische oder die chronologische Ordnung. Ich habe einen neuen Ordner angelegt und verfahre nach dem Themenprinzip. Und hoffe, noch zu Lebzeiten mit der Aufarbeitung fertig zu werden …

Foto: Wolfgang Schiele

Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße!

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2022 | Coaching50plus | https://www.coachingfiftyplus.de

Der Osterspaziergang 2022 im Schlosspark Steinhöfel

Foto: Wolfgang Schiele

Der Park in Steinhöfel ist die erste im englischen Gartenbaustil gestaltete Anlage in der Mark Brandenburg. Das Schloss selbst ist ein spätklassizistischer Umbau eines alten Adelssitzes von etwa 1730.

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Fotoimpressionen rund um den Scharmützelsee (Teil 4)

Foto: Wolfgang Schiele – Kleine Eiszeit am Scharmützelsee 2009/2010

Die letzten, wirklich sehr kalten Winter hatten wir 2009/2010 und 2011/2012 – das war der komplette See binnen einer Woche zugefroren und die Anlieger mussten ihre Anleger und Bootsstege schützen und Eisrinnen schaffen, damit diese nicht zerstört wurden.

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Fotoimpressionen rund um den Scharmützelsee (Teil 3)

Foto: Wolfgang Schiele – Wasser, Spiegel des Lebens

Immer wieder einzigartig und faszinierend – Sonnenuntergänge als Spiegelung in den Buchten des Scharmützelsees bei Bad Saarow.

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Fotoimpressionen rund um den Scharmützelsee (Teil 1)

Foto: Wolfgang Schiele – der Hafen und das Seebad von Bad Saarow

Seit 15 Jahren ist die Region um den Scharmützelsee im Brandenburgischen meine Heimat. Der Name klingt martialisch, hat aber nichts mit kriegerischen Auseinandersetzungen zu tun. Die Bezeichnung soll aus dem slawischen Wort für Faulbaum hergeleitet sein.

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Über die Magie der Fotografie (2)

Foto: Wolfgang Schiele

Ich bin auf der Suche nach dem Zweckmaß für das, was mit meinen Fotografien geschehen soll und welche Wirkung sie nach außen haben könnten. Habe ich sie allein für zu meiner Erbauung geschossen und vielleicht noch für den engsten Familienkreis? Möchte ich mich von Zeit zu Zeit daran erfreuen, positive oder nachdenkliche oder absurde oder traurige Gefühle in mir auslösen? Finden die Bilder dadurch ihre Bestimmung, dass ich sie großzügig in meine Vorträge, Seminare und Workshops einbaue, um bei den Teilnehmern Bewunderung zu erzeugen und Anerkennung zu erzielen? Bin ich auf die breite öffentliche Meinung und die Rückmeldung von professionellen Fotografen scharf, um mein Ego zu stärken und meine Selbstwirksamkeit zu bestätigen? Was tun mit den geschätzt weit über 10.000 Fotos, die in den vergangenen 10, 12 Jahren entstanden sind …?

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Über die Magie der Fotografie (1)

Foto: Wolfgang Schiele

Sie entstehen in milliardenfacher Ausfertigung, und das wahrscheinlich sogar täglich – Fotos. Insbesondere mit unseren Smartphones (von denen es mehr gibt als Menschen die Erde bevölkern). Weniger mit den professionellen Kameras, deren Verkaufszahlen (leider) rasant abstürzen. Ist ja auch nachzuvollziehen – mit dem Fotoapparat kann man nicht telefonieren, mit dem Smartphone wohl – und eben auch fotografieren. Obwohl ich fast meine, dass sein ursprünglicher Zweck (ähnlich wie bei der Fotokamera) langsam, aber sicher, verlorengeht. Es wird – wenn ich meine Umgebung beobachte – weniger telefoniert als fotografiert (pardon: eher geknipst), zumindest was die Datenvolumina angeht 😉

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