… Impressionen aus dem ostdeutschen Winter

Erst fing es langsam und harmlos an. Nun ist es ein wirklicher Winter geworden. Ein Winter, wie er früher einmal war …‘
In den vergangenen Tagen habe ich einige Fotos am Scharmützelsee bei Bad Saarow gemacht. Sie zeigen den Fortgang des Winters in Form des Eises, das sich immer stärker ausbreitet. Mittlerweile kommen die Leute scharenweise zum Schlittschuhlaufen – die Parkmöglichkeiten sind manchen Tages schon fast erschöpft.
Die Eisschollen arbeiten heftig. Sie schieben sich übereinander und am Ufer erheben sie sich langsam. So, als ob sie an Land kommen wollten. Wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt, hört man ein Knarren, Brummen und Tosen. Als wenn sich unter dem Eis ein U-Boot voran arbeitet und von ihm ein dumpfes Grollen emporsteigt – nichts ist heute unmöglich … ;-).
Das Eis ist in ständigem Tun: Es formiert sich immer wieder neu. In Zeitlupe allerdings. Schaut man auf den zugefrorenen See hinaus, dann sieht man in der Ferne Eisformationen, die sich von der Oberfläche abheben und den See mehrmals teilen. Als ob der Mensch eine Graben gezogen und links und rechts daneben Eistafeln aufgestapelt hätte.
Mit den Tagen wird es immer dringender, dass die Anlegestellen und Seebrücken vom Eis freigeschnitten werden müssen. An einem Bootssteg hat das Eis bereits die Leiter angehoben und ein Holzpodest beschädigt.











Alles in allem ist der Anblick faszinierend. Seit 2011 ist der Scharmützelsee nicht mehr vollständig zugefroren. Er lockt mittlerweile zu einem Spaziergang bis hinunter nach Wendisch-Rietz – also insgesamt etwa 11 km weit. Heute ist Sonntag – vielleicht wagen wir nach dem Mittagessen eine Tour. Vielleicht ist jemand auf die kluge Idee gekommen, Glühwein auf dem Eis auszuschenken. 2010 gab es das schon einmal …
Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße!
Ihr freiwillig „emeritierter“ (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele
© Wolfgang Schiele 2026 | Coaching50plus | info@coachingfiftyplus.de

26. Januar 2026 at 11:28
Acha interessant.
Danke, darauf wäre ich auch nicht gekommen.
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26. Januar 2026 at 10:06
Ich zitieren am besten die Wikipedia:
Der Name des Gewässers geht auf die slawische Siedlungszeit zurück. Zur Etymologie führt das Brandenburgische Namenbuch zwei Erklärungen an: entweder aus der slawischen Bezeichnung für den Faulbaum oder, weniger wahrscheinlich, eine metaphorische Benennung nach der gekrümmten Form, abgeleitet aus dem westslawischen koromyslo für Wassertrage.
Also keinesfalls das Naheliegendste …
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26. Januar 2026 at 10:05
Der Name des Gewässers geht auf die slawische Siedlungszeit zurück. Zur Etymologie führt das Brandenburgische Namenbuch zwei Erklärungen an: entweder aus der slawischen Bezeichnung für den Faulbaum oder, weniger wahrscheinlich, eine metaphorische Benennung nach der gekrümmten Form, abgeleitet aus dem westslawischen koromyslo für Wassertrage
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26. Januar 2026 at 5:33
Scharmützelsee woher bekam Er den den interessanten Namen?
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25. Januar 2026 at 10:53
Danke für´s Teilen! Und einen schönen Wintersonntag noch!
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25. Januar 2026 at 10:51
Großartige Photos!
Ich habe es bei mir angezeigt.
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