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Vom Gelingen der dritten Lebenshälfte

Schlagwort

Adoleszenz

Die dritte (Alters-)Regression – Die Macht der frühen Bilder

Sage niemand, es gäbe keine Zeitreisen …

Über keine meiner Lebensphasen habe ich so viele Bilder über mich selbst als aus der Zeitspanne zwischen meinem 17. und 25. Lebensjahr. Vielleicht, weil ich in meiner Jugend nach mir selbst suchte, nach meiner Mission, nach meinem Bild von der Welt. Vielleicht, weil im testenden und tastenden (Erst-)Kontakt mit den Mädels meiner Zeit auch immer gedruckte Fotos ausgetauscht wurden (nein, es gab noch kein Handy, noch kein Internet, kein Instagram …!). Und sich auf den Rückseiten kurze Notizen, Stories oder Anmerkungen zur Situation befanden, was die heutige Einordnung und Datierung erleichtert. Bilder aus dieser Zeit sind die wohl wirkmächtigsten Regressionsauslöser …

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Die zweite (Alters-)Regression – Im Spannungsfeld zwischen Pubertät und Poesie

Sage niemand, es gäbe keine Zeitreisen …

Tagebücher sind wie Zauberstäbe – und wenn man sie nach 50 Jahren beim Aufräumen findet, dann lösen sie schlagartig einen gedanklich und körperlich deutlich spürbaren Rückfall in die beschriebenen früheren Lebensabschnitte aus. Und wenn man darüber hinaus noch eine Gedichtsammlung aus dieser Zeit findet, ist all das Sehnen und Leiden, das Bangen und Hoffen, das Lieben und Verachten der Jugendzeit in komprimierter Form wieder omnipräsent.

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Die erste (Alters-)Regression – Begegnung mit meinem jüngeren Ich

Foto: Wolfgang Schiele

Sage niemand, es gäbe keine Zeitreisen …

Es fängt ganz harmlos und unaufgeregt an – aber dann! Seit sechs Tagen sortiere ich mein Büro neu. Schon nach kurzer Zeit gestaltete sich der Plan, die mich umgebende Arbeitswelt nach meiner Zeit als Trainer und Coach neu zu ordnen, zu einer unerwarteten Sisyphusaufgabe. Ich kam mir vor wie bei einer vorgezogenen Nachlasssichtung (und kann nunmehr gut nachempfinden, was Menschen nach meinem Ableben für Arbeit mit meinen Hinterlassenschaften haben werden). Im untersten Fach meines langjährigen Büroschrankes stieß ich auf zwei Pakete zusammengeknoteter Hefte, Kladden und Notizbücher. Ihre Existenz war mir zwar noch bewusst, aber die Inhalte waren gedanklich längst zur Unkenntlichkeit verblasst. Ich knotete das erste Bündel auf, nahm das oberste Heft in die Hand, blätterte in einem meiner ersten Tagebücher …

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