Frühere Lebensphasenmodelle wurden gern mit Hilfe einer Lebenstreppe dargestellt: Sie führte erst die Stufen nach oben, bis hinauf zum 50. Lebensjahr, und dann wieder hinab – in den Tod hinein. Diese Modelle gingen davon aus, dass der Mensch etwa zur Mitte seines Lebens im Zenit seiner geistigen und körperlichen Fähigkeiten ankommt und danach kontinuierlich abbaut und degeneriert. Dem Verfall preisgegeben ohne Aussicht auf ein vitales, selbstbestimmtes und erfülltes Leben.
Bereits seit einiger Zeit lässt mich die Frage nicht los, was mehr Einfluss auf unsere persönliche Veränderung nimmt: die Vergangenheit mit ihren Erkenntnissen und Warnungen oder die Zukunft mit ihren Wagnissen und Möglichkeiten. Oder anders gesagt: Wollen wir mit dem Wissen aus unserer Vergangenheit die Fehler der Zukunft vermeiden oder mit der Wissenschaft von heute Visionen von Morgen gestalten? Ist die verflossene Geschichte der Menschheit unser bestimmender Lehrmeister oder ist die Wissenschaft der ausschlaggebende Wegweiser in eine lebenswerte Zukunft? Leben wir mehr aus der Vergangenheit oder wollen wir mehr Zukünftiges, mehr Danach? Oder noch anders: Hängen wir eher am „weg-von-Fehlern-der Vergangenheit“ oder „hin-zu-den-Chancen-der-Zukunft“?
„Es muss bedeutsam sein“ – mit diesen Worten beginnt der Trailer, der den bekannten Hirnforscher Gerald Hüther in einem Video über die vorschulische Erziehung von Kindern zeigt. Und er zielt darauf ab, dass ohne eine emotionale Komponente weder kindliches Lernen noch persönliches Wachstum im späteren Berufsleben möglich sind.
Die Nacht hat Schnee gebracht. Und in aller Pracht ist nun das kleine Wunderland entstanden. Ein morgendlicher Spaziergang am Ufer des Scharmützelsees. Viel Spaß beim Schauen und Staunen. Ja, es gibt noch richtige Winter im Land Brandenburg …
Wie sind wir persönlich eigentlich angebunden an die verstreichende Zeit? Welche innere Beziehung haben wir Menschen zur Zeit? Und wie wirkt sich der Verlauf der Zeit auf unsere Lebensumstände aus?
Vor einigen Tagen schmökerte ich wieder einmal in meinen psychologischen Zeitschriften herum. Die bis dato ungelesenen stapeln sich mittlerweile, weil ich noch lange bis zum Lock-/Shutdowntermin mitten im Präsenztraining stand und daneben mit Online-Coachings begonnen habe. Vor- und Nachbereitung brauchen auch ihre Zeit … Doch nun bin ich auf etwas Unaufschiebbares gestoßen, das mich nicht mehr loslässt und wofür ich erstes Material sammle und sichte. Es geht schlicht und ergreifend um mein VISIONS-BOARD.
Unter den weiteren Top-Ten-Platzierten befinden sich:
„Das 4-Mat-Modell und die VUKA-Welt“ (3,51%); „Die innere elterliche Anbindung“ (2,84%); „Unsere Charakter- und Signaturstärken“ (2,70%); „Psyche im Ausnahmezustand“ (2,51%); „Von Klagenden, Besuchern, Co-Moderatoren und anderen Kunden“ (2,37%); „Neu 2020!“ (1,97%) und „Die Bedeutung des Wertequadrats für Ruheständler“ (1,97%).
Allen aktiven und passiven Lesenden und Kommentierenden vielen Dank für die Neugier, das Interesse und die Aufmerksamkeit sowie ein erfüllendes Jahr 2021! Ich freue mich weiterhin auf regen Zugriff und Anteilnahme an meinen Blogartikeln. Wer zudem noch XING-Mitglied ist, ist gern eingeladen, die von mir (mit-)moderierten Gruppen „Perspektiven Ruhestand – die Zukunft der Generation 50plus“ und „Work -Life -Sense“ zu besuchen!
Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße
Wolfgang Schiele (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
„Das einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“ soll schon Heraklit geschrieben haben. Und der lebte wohl um 520 vor Christi Geburt. Und womöglich blickte auch er eines Tages zu den Wolken am Himmel und stellte fest: Das „Oben“, das Erdferne, ist äußerst flüchtig – eben noch ein Wattebausch, der an ein Gesicht erinnert, jetzt schon einer Schwanenfeder gleich und Sekunden später, in Windeseile, zerstoben ohne Spur am Firmament. Etwas später kam die Erkenntnis, auch das „Unten“, das Erdnahe, sei in ständigem Fluss.