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Späte Freiheit Ruhestand

Vom Gelingen der dritten Lebenshälfte

Schlagwort

Resilienz

„Und das Atmen nicht vergesssen!“ (1)

Grafik: Pixabay

Das hörte ich immer wieder während meiner Physiotherapie, die einer Bandscheibenoperation im Jahre 2007 folgte. Denn immer wieder „vergaß“ ich während der Konzentration auf die neuen Bewegungsabläufe auf eine gleichmäßige, den Belastungen entsprechende Atmung, zu achten.

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Psyche im Ausnahmezustand

Grafik: Pixabay

Es gibt kaum etwas, was der Mensch in unserer westlich geprägten Hemisphäre so liebt, wie seine individuelle Freiheit. Wird sie ihm genommen, so setzt sein Streben zurück in dieselbe ungeahnte Kräfte frei. Ähnlich verhält es sich mit der Zugehörigkeit: Wir alle möchten nicht nur bestimmten Gruppen von Menschen angehören – wir wollen auch mit ihnen zusammen sein. Es zieht uns hin zu den Lieben, zur Sportgemeinschaft, in den Verein. Und manchmal fehlen uns sogar unsere ärgsten Feinde. Eingesperrt und isoliert sein ist nicht des Menschen Ding.

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Fit, gesund und resilient in den Ruhestand

Foto: Wolfgang Schiele

Wenn es auf das Ende der Berufsphase zugeht, kommt es auf zwei Dinge ganz besonders an: In den verbleibenden Arbeitsjahren agil und leistungsfähig im Job zu bleiben (was wohl vorrangig für den Arbeitgeber wichtig ist) und dann seinen Ruhestand seelisch und physisch möglichst fit zu erreichen (was wohl am wichtigsten für den Arbeitnehmer sein dürfte). Diese beiden „Dinge“ sind von besonders hohem Stellenwert in einer Zeit, die von Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit geprägt ist. Denn auf diese „VUKA-Welt“ werden wir als reife erwachsene Menschen regelmäßig nicht oder nur sehr unzureichend vorbereitet.

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Sind wir nicht alle ein bisschen „vuka“?

Leben in der „VUKA-Welt“ – einer Welt voller Veränderungen

Kommt Ihnen das bekannt vor: Sie sitzen an Ihrem Arbeitsplatz 1.0, sind über das Web 2.0 mit Ihren Kollegen vernetzt und hypermoderne Begriffe der Industrie 4.0 prasseln täglich auf Sie ein. Straßenbahn und ICE fahren Sie mit einem Ticket auf Ihrem Smartphone. Das Skypen und Facetimen mit den Büros Ihres Unternehmens in aller Welt gehört zur gewohnten Routine. Ebenso die Zusammenarbeit mit Menschen verschiedenster Kulturen und Sprachen. Sie verständigen sich verbal in Englisch und nonverbal über festgelegte Algorithmen hinter der Tastatur. Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht neue Veränderungen ankündigen. Sie benötigen weniger Fachwissen, Sie vertrauen auf die Antworten, die Ihnen Google & Co. auf Ihre Fragen geben und auf die im Blockchain hinterlegten und für Sie freigegebenen Daten. Die Aufgaben, die Sie zu lösen haben, verlangen Ihnen einen hohen Grad an Selbstständigkeit, Flexibilität und Kreativität ab. Kaum haben Sie sich in einem Fachgebiet umgeschaut und meinen, es zu beherrschen, steht eine neue berufliche Herausforderung an. Sie befinden sich geistig und körperlich in permanenter Bewegung, müssen immer wieder Ihre Arbeitsmethoden und Lösungsansätze anpassen, um die Ihnen gestellten Anforderungen erfüllen zu können. Wandel und Veränderung beherrschen nicht nur Ihr Arbeitsleben, auch der Alltag verlangt von Ihnen ständige Anpassungsbereitschaft und Verwandlungsvermögen …

Willkommen in der „VUKA-Welt“!

„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“ sagte bereits Charles Darwin, nur konnte er sich noch nicht vorstellen, dass er an Heftigkeit und Rasanz so zunehmen wird, wie wir ihn heute aktuell erleben in dieser turbulenten und schnelllebigen Zeit. Was aber versteht man unter dieser neuen Welt, die da „vuka“ sein soll? Und wie viel davon kann uns gerade noch recht sein, ohne uns dauerhaft zu schaden?

VUCA ist ein Akronym (Kunstwort) und steht für die Anfangsbuchstaben der englischen Worte

Volatility
Uncertainty
Complexity
Ambiguity.
(Für die bessere Verständlichkeit benutze ich die Eindeutschung „VUKA“.)

VUKA war die Antwort des US Army War Collage auf den Zusammenbruch der UdSSR Anfang der 1990er Jahre. Plötzlich gab es nicht mehr den Feind an sich, nach dem man seine Sicht- und Reaktionsweisen ausrichten konnte – die Welt wurde plötzlich differenzierter und uneindeutiger. Doch nicht nur auf politischem Gebiet kam es zu immer schnelleren Veränderungen: die rasante Entwicklung der Elektronik und des Internets, die neuen Kommunikationsmöglichkeiten und der exponentielle Anstieg von Daten und Wissen trieben Wirtschaft und Gesellschaft in nie gekanntem Tempo an.

Volatility (Volatilität)
… bezeichnet die Unberechenbarkeit und Unbeständigkeit (Flüchtigkeit) von Abläufen, Denkweisen, Situationen, politischen Entwicklungen, Marktkräften … Es ist nicht abzusehen, wann sich eine Situation verändern wird, wie schnell das passiert und in welche Richtung sie verlaufen wird. Dinge und Vorgänge, die bisher stabil waren, können sich plötzlich ändern, auch drastisch und mit unvorhersehbaren Konsequenzen. Aus Sicht der Wirtschaft lässt sich nicht mehr vorherbestimmen, welche Produkte und Dienstleistungen zukünftig nachgefragt werden, wer Kunde oder Wettbewerber sein wird, wie sich die Märkte und Preise entwickeln – und was mit den Arbeitsplätzen geschieht.

Uncertainty (Ungewissheit) …
… besagt: Mit Überraschungen ist zu rechnen! Vorhersagbarkeit und Prognostizierbarkeit bleiben auf der Strecke, unsere Regeln und die Ziele unserer Vergangenheit sind nicht mehr das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen. Um Investitionen, Wachstum und Gewinn zu planen, reichen die altbekannten Methoden nicht aus. Entwicklungstrends sind immer schwieriger vorauszusehen, Planungen von heute müssen morgen bereits wieder überdacht werden. Die unausweichlichen Auswirkungen auf den Wohlstandsstaat und seine Sozialsysteme sind unkalkulierbar.

Complexity (Komplexität)
… beschreibt den extrem hohen Grad der Verknüpfung von Dingen, Ereignissen und Abläufen. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, was die Ursache und was die Wirkung war. Die Kausalitätsgesetze greifen nicht mehr. Probleme werden immer vielschichtiger, undurchdringlicher und unverständlich. Es kommt zu einer mannigfaltigen Vermischung von hierarchischen Ebenen und Begriffsinhalten. Selbst für spezialisierte Gruppen von Menschen sind Verläufe nicht mehr nachvollziehbar oder gar steuerbar. Aktion und Reaktion sind nicht mehr auseinanderzuhalten. Entscheidungen zu treffen wird zu einer Lotterie, weil niemand weiß, welche Methode oder welcher Weg „richtig“ ist.

Ambiguity (Mehrdeutigkeit, Ambiguität) …
… heißt: nichts ist mehr eindeutig und exakt bestimmbar. Zwischen einem Ja und einem Nein gibt es unendlich viele Zwischentöne. Grau und nicht schwarz oder weiß herrscht vor. Das bekannte Wertesystem der Vergangenheit wird komplett in Frage gestellt. Hierarchien verblassen: der Mitarbeiter selbst muss sich die Aufgaben stellen und sie gleichzeitig lösen. Entscheidungen müssen schnell getroffen werden, ohne ausreichend genaue Informationen über die Ausgangsgrößen zu haben. Für die Konsequenzen aus Beschlüssen, Entscheidungen und Vorhaben bedarf es einer völlig neuen Fehlerkultur.

Es wird ganze Volkswirtschaften (be-)treffen

In der VUKA-Welt von heute bleiben weder Unternehmen noch Organisationen und schon gar nicht Mitarbeiter und Führungskräfte verschont. All unsere bisher gemachten Erfahrungen, Glaubenssätze und Überzeugungen kommen auf den Prüfstand. Was gestern noch wahr und richtig war, muss heute angezweifelt werden. Konnten wir uns während der dritten industriellen Revolution relativ sicher sein, unser Arbeitsleben in einem Unternehmen zu verbringen, ist es jetzt und zukünftig überlebensnotwendig, in der sich wandelnden Welt berufsfähig zu bleiben, sich permanent fortzubilden und sich den stets verändernden Rahmenbedingungen radikal anzupassen.

Kurz: Wir müssen bei Strafe des eigenen Untergangs zu einem großen Teil die uns vertraute „SSEE-Welt“ verlassen, die uns Stabilität, Sicherheit, Eindeutigkeit und Einfachheit geboten hat. Und damit befinden wir uns in einem neuen Spannungsfeld zwischen

Veränderlichkeit und Stabilität,
Ungewissheit und Sicherheit,
Komplexität und Einfachheit und
Ambiguität und Eindeutigkeit.

Nicht die Welt muss sich uns anpassen – wir müssen uns der Welt anpassen

Da wir die „schöne neue VUKA-Welt“ nicht oder nur unwesentlich ändern können, bleibt uns nur eines: Wir müssen uns ändern, anpassen, adaptieren an die veränderten Bedingungen. Unsere Ratio, unseren Geist und erst recht unsere Psyche auf die veränderten Bedingungen einstellen. Uns resilienter machen gegen die „immateriellen Verletzungen“ durch die Transformationen, auf die unser biologisches Ich noch gar nicht wirklich vorbereitet ist. Auch deshalb habe ich ein zweitägiges Seminar entwickelt, um Menschen mit alltagstauglichen Mitteln auszustatten, die es ihnen erlauben, den Herausforderungen dieser Welt gelassener und resilienter entgegenzutreten.
Ich würde mich freuen, wenn auch Sie sich dafür interessieren würden. Hier finden Sie die Inhalte und den „roten Faden“, an dem wir uns voranarbeiten werden: https://wp.me/P7Pnay-FL.

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele | Coaching50plus | https://www.coachingfiftyplus.de

Resilienter werden – wider die Grübelschleifen in unserem Kopf (3)

Diese Übung verdrängt unerwünschte Grübeleien und trainiert die Fremd- und die Eigenwahrnehmung. Man nennt sie die „5 – 4 – 3 – 2 – 1 – Übung“.

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Resilienter werden – wider die Grübelschleifen in unserem Kopf (1)

Es gibt Situationen im Leben, in denen wir ins Grübeln kommen. Grübeln an sich ist ja nichts Furchterregendes, denn es zeigt, dass unser gesunder Verstand auf der Suche nach Lösungen, Auswegen und positiven Ergebnissen ist. Belastend wird es immer dann, wenn wir in Grübelschleifen gefangen sind, aus denen wir auch nach längerer Zeit nicht entkommen. Schlimmer noch: Sie verstärken sich umso mehr, je machtvoller wir versuchen, gegen sie anzugehen.

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Resilienz trifft Positive Psychologie … Ein inspirierendes Rendezvous!

Positiv denken, psychisch gestärkt handeln - Resilienz trifft Positive Psychologie 04.062018

Das Seminar ist fertiggestellt – in allen Details, mit vielen abwechslungsreichen Übungen, Interventionen und ein paar weiteren Überraschungen!

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Trainer-Resilienz … oder Resilienztrainer?

Ampelmännchen

Ich hatte mir nach meiner HP-Psych-Prüfung vor vier Jahren geschworen, keine ernsthafte Prüfung mehr abzulegen. Also keine echte, so mit theoretischen Wissensanforderungen, mit knallhartem Realitätsbezug und Blick auf die eigene Praxis, ohne Abgucken und Hilfsmittel, mit viel zu vielen komplexen Fragen, die in kürzester Zeit – und auch noch HANDSCHRIFTLICH – beantwortet werden müssen …

Vor gut drei Wochen blieb mir keine Wahl (oder ich hätte wohl eine dreistellige Summe Geldes in den Sand gesetzt) … und ich quälte mich 90 Minuten durch die 15 Fragen zur Resilienz, von denen ich mindestens acht (Minuten!) verschenkte, weil ich erst eine mentale Blockade überwinden musste. Noch nie in den vergangenen Jahren mussten Hirn und Finger so verzweifelt wie verkrampft einen Antworttext auf (meiner Meinung nach) gehirn-un-gerechte Fragen zu Papier bringen. Die letzten Zeilen vor dem großen Abschlussgong konnte ich bei der Abgabe selbst nicht mehr entziffern …

Und all das, nach dem alle Anwärter auf den Resilienztrainerschein schon eine anspruchsvolle Präsentationsstunde vor 15 geschulten Augenpaaren hinter sich hatten.

Mit einer Gruppe von Mitbetroffenen ging es am Abend zur etwas feuchteren Manöverauswertung auf die Dachterrasse des Seminarhotels. Die soziale Klagemauer war breit und hoch gemauert, so dass alle die Möglichkeit hatten, ihren Ärger und Unmut über die ach so schwere und ungerechte Prüfung flächendeckend abzulassen. Die Mehrzahl der Anwesenden – allesamt gestandene Trainer und Coaches – ließen ihrem Frust über die „Dreistigkeit des Ausbilders“, der die Prüfung als fair und angemessen angekündigt hatte, freien Lauf.

Am Folgetag kam die Entwarnung. Alle Teilnehmer hatten bestanden. Die Ergebnisse streuten zwar erheblich – aber: so long! Das Seminar und die Prüfung zum zertifizierten Resilienztrainer (SMA) hat uns alle in die Lage versetzt, sowohl in kürzester Zeit eine Ausbildung füt Unternehmen und Einzelpersonen zu konzipieren, als auch selbst mit Stress (dagegen/dafür wird ja u. a. Resilienz geschult!) umzugehen und andere Menschen dagegen unempfindlicher zu machen. Die bewusst mit der Prüfung herbeigeführte Belastungssituation war ein lebensnaher Test, der uns jederzeit und in allen Situationen im Alltag widerfahren kann. Und uns im wahrsten Sinne auch selbst widerstandsfähiger gegen die Wechselfälle des Lebens macht!

Fazit: Resilienztrainer, August 2017. Passt!

Ihr (Vor)Ruhestandscoach Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2017 | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de

Loslassen von Beruf und Führung

Oder: „Was neben der Nachfolgeregelung noch wirklich wichtig ist …“

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Viele Selbständige und vor allem Firmenlenker, die über Jahre und Jahrzehnte ein Unternehmen geführt haben, tun sich schwer mit dem Ausstieg aus ihrem Betrieb, ihrer Aufgabe und Verantwortung …

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