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… eine meditative Führung und Unterstützung für den bewussten inneren Rückzug und die eigene Entspannung. Geeignet auch für Coaching und Therapie – als Fantasiereise oder Tranceeinleitung. In drei Teilen …

Und nachdem ich den Blick in den Tag genossen und wahrgenommen habe, was ist, trete ich wieder den kleinen Schritt zurück in meiner Sphäre, zurück auf den Platz im Zentrum derselben.

Und ich stehe auf meinem zentralen Podest, atme einmal tief ein und einmal tief aus, halte einen kleinen Moment inne, und gehe dann achtsam und bedacht einen kleinen Schritt nach links auf das neben mir liegende Podest …

Ich stehe nun auf dem Podest der Konzentration und Fokussierung. Alle meine Gedanken sind ausschließlich auf die Erfüllung meiner Aufgaben ausgerichtet. Hier arbeitet mein Geist, hier ist der Platz der Wahrheit, meiner Wahrheit. Hier entscheide ich. Hier wäge ich hell gegen dunkel, gut gegen böse, laut gegen leise ab. An diesem Ort bewegt sich die Welt zwischen den Polen des Harten und des Weichen, des Tiefen und des Hohen, des Runden und des Kantigen. Hier erfolgt am Ende des Tages etwas: eine Entscheidung. Hier befindet sich meine Welt der Werte, Überzeugungen und Glaubenssätze, die eine Entscheidung hervorbringt, bewertet und begründet. Einmal bin ich mir sehr Ich-nah, ein ander Mal dissoziiert und fest verbunden mit dem Außen. Mit mir und um mich herum erfolgt etwas. Es erfolgt das Wahre, habe ich Erfolg!

Und nachdem ich mein Arbeitspensum bewältigt habe und zu einer Entscheidung gekommen bin, trete ich wieder den kleinen Schritt zur Seite in meiner Sphäre, zurück auf den Platz im Zentrum derselben.

Und ich stehe auf meinem zentralen Podest, atme einmal tief ein und einmal tief aus, halte einen kleinen Moment inne, und gehe dann achtsam und bedacht einen kleinen Schritt nach rechts auf das neben mir liegende Podest …

Ich stehe nun auf dem Podest der Ruhe und Gelassenheit. Hier wohnt das Schöne. Hier kann ich entspannt zurückblicken auf die Ergebnisse meiner Arbeit, meine Erfolge und die Rückmeldungen aus meinem Tätigsein und meinen Entscheidungen. Wie auch immer sie ausgegangen sind. Hier begegne ich mir selber und klopfe mir auf die eigene Schulter. Drücke mir die Hand oder gelobe Besserung, wenn meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Ich schwebe über den Dingen, die zuvor abliefen und beobachte noch einmal des Erfolgte. Es ist das Schöne, was ich sehe, was ich mit allen Sinnen genieße und relaxe dabei. Ich sitze in meinem Schaukelstuhl und bin ironisch zu mir selbst un d ausgelassen. Das macht mich als Mensch auch aus: Ich kann meine Seele baumeln lassen und mich selbst spiegeln! Und mich selbst beschenken für Erfolge, das Erfolgte.

Und nachdem ich das Schöne genossen habe, mich gefeiert und belohnt habe, trete ich wieder einen kleinen Schritt zur Seite in meiner Sphäre, zurück auf den Platz im Zentrum derselben.

Und ich stehe auf meinem zentralen Podest, atme einmal tief ein und einmal tief aus, halte einen kleinen Moment inne, und gehe dann achtsam und bedacht einen kleinen Schritt nach hinten auf das in meinem Rücken mir liegende Podest …

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Ich habe hier meine Grenze erreicht. Hinter mir ist nur noch die Rückwand meiner Sphäre. Verstärkt durch die zurückgeschobenen Türen der Vorderseite. Also eine sehr starke Wand. Die Grenze meines Ichs und mein ultimativer Rückhalt. Hier ist meine Identität verankert, hier bin ich ICH. Ein weiteres Zurückweichen hieße Selbstaufgabe. Hier ist mein Charakter zu Hause, meine einzigartigen und wunderbaren Eigenschaften und Verhaltensweisen. Mein Selbstwert, meine Selbstachtung, meine Selbstliebe, meine Selbstbeherrschung, meine Selbstwahrnehmung, meine Selbstdarstellung. Alles ICH. Alles, was mich von anderen Individuen unterscheidet. Mein letzter Verteidigungswall vor der Kapitulation, die niemals stattfinden wird. Und von hier schaue ich auf die drei wichtigen Podestplätze vor mir:

vorn, auf den Platz des Körpers und des Guten,

links, auf den Platz des Geistes und des Wahren,

rechts auf den Platz der Seele und des Schönen.

Auf alles, was ganz allein mich ausmacht!

Und nachdem ich das eigene Selbst erkannt und gestärkt habe, trete ich wieder einen kleinen Schritt nach vorn in meiner Sphäre, zurück auf den Platz im Zentrum derselben. Und verbinde in Gedanken alle vier Plätze, die ich besucht habe und integriere sie in mir zu einem viel Größeren, als es die einzelnen Teile allein jemals sein werden.

Und alles in mir und um mich herum geschieht zu meinem besten Wohl und Nutzen … Ich bin es mir wert und ich habe es verdient!

Und derart vorbreitet kann ich selbstbewusst und nach vorne schauend meinen zentralen Platz in der Sphäre weiter stärken und in den Tag starten: in und mit meiner Sphäre. Denn ich weiß, sie ist in mir selbst, meiner Körpermitte – die Sphäre als Ort der Ruhe, als Kraftquell, Inspiration, Bollwerk und Zeitmaschine!

Nichts und niemand kann sie wirklich aufhalten, verletzen oder vernichten …

Das war’s!

Ihr (Vor)Ruhestandscoach Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2017 | Coaching50plus | http://www.coachingfiftyplus.de