Foto: Wolfgang Schiele

Wir hatten sie dazugebucht – eine Fahrt mit dem Schnellboot von Praslin zur Vogelinsel Cousin und zu ihrer Nachbarin Curieuse. In der Nacht war ein monsunartiger Regen herniedergegangen und ich hatte ob des ihn begleitenden Sturmes schon Bedenken, ob diese Entscheidung wohl klug gewesen sei …

Doch der Morgen begrüßte uns mit herrlichem Sonnenschein, einen Fotowolkenhimmel und recht ruhiger See. Vom Regenwasser keine Spur mehr. Mit kleinen PS-starken Motorbooten ging es hinüber zur Insel Cousin; zur Anlandung musste man auf noch kleinere umsteigen und wurde dann regelrecht auf Land geschoben (zurück war das „in See stechen“ für die drei Anschieber eine gewaltige Plackerei …). Cousin ist ein kleines, aber feines Vogelreservat, auf dem die Vögel sich seit langem an die Besucher gewöhnt haben. Deshalb kommen Fotografen hier voll auf ihre Kosten.

Foto: Wolfgang Schiele

Neben den Vögeln hausen hier auch Myriaden von ungefährlichen, aber umso aggressiveren Mücken, die den Kampf gegen die pharmazeutische Industrie klar für sich entschieden haben: Keines des drei mitgenommenen Sprays und auch nicht das Kokosöl, das für alle bereitstand, vermochte die Quälgeister fernzuhalten.

Foto: Wolfgang Schiele

Leider können täglich nur angemeldete Gruppen mit begrenzter Personenzahl die Insel besuchen und das auch nur an Vormittagen. Nach einer guten Stunde Rundgang geht es auch gleich wieder an Bord, so dass an Baden nicht zu denken ist. Nichtsdestotrotz verfügt die kleine Insel über wunderschöne Strandabschnitte mit feinstem weißen Sand und bizarren Küstenmotiven.

Foto: Wolfgang Schiele

Vorbei an der von fantastischen Granitfelsen geprägten Küste der Insel Praslin geht es mit 2 x 200 PS weiter zur Insel Curieuse, auf der hunderte Adabraschildkröten wild und weitgehend ungestört leben. Zur touristischen Motivation wartet hier ein gut bestücktes, typisch kreolisches Picknick auf uns (aber keine Schildkrötensuppe, das sei klar und deutlich angemerkt …).

Foto: Wolfgang Schiele

Immer wieder faszinierend sind die von der Natur in die Küstenlandschaft gesetzten Granitfelsen. Sie wirken so unnatürlich und manchmal beschlich mich der Gedanke, dass sie von Hollywoods Filmemachern als Berge aus Pappmache gezielt hier platziert wurden, um den nächsten Thriller drehen zu können.

Foto: Wolfgang Schiele

Auf einer kleinen Führung lernte ich einen Mangrovenwald kennen. Mangroven sind Bäume und Sträucher, die salzwassertolerant sind und ein regelrechtes Ökosystem zum Schutz der Küsten vor Erosion durch Gezeiten und Stürme bilden. Daneben schaffen sie ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Salz- und Süßwasser und bieten im brackigen Wasser Fischen, Vögeln und Reptilien einen unvergleichlich reichhaltigen Lebensraum.

Foto: Wolfgang Schiele

Zum Abschluss gab es für die Schnorchler noch ein Highlight der besonderen Art: Vor der Insel St. Pierre im Curieuse Marine Nationalpark kann man unter Wasser schon in etwa zwei Metern Tiefe eine vielfältige Korallenlandschaft erkunden. Das Inselchen – auch wieder wie gemalt in die Landschaft gesetzt – ist ein einziger Inbegriff von Südsee, Romantik und Naturwunder.

Foto: Wolfgang Schiele

Viel Spaß beim Schauen und Träumen! Und wenn Sie Lust haben, dann finden Sie weitere bebilderte Kurzbeschreibungen der Seychelleninseln unter
https://wp.me/p7Pnay-1R9 – die Insel La Digue,
https://wp.me/p7Pnay-1Sq – die Insel Mahé und
https://wp.me/p7Pnay-1TU – die Insel Praslin.

Vielen Dank für Ihr/Euer Interesse und beste Grüße
Wolfgang Schiele
(Vor-)Ruhestandscoach und Resilienztrainer für angehende Senioren

© Wolfgang Schiele 2019 | Coaching50plus | https://www.coachingfiftyplus.de