Das Leben ist von Anfang an begrenzt. Auch wenn wir es in unseren jungen Jahren nicht bewusst reflektieren und uns noch in sicherem Abstand zum Abschied wähnen. Doch bereits mit der Geburt beginnt der Count-Down. Und egal, in welchem Lebensalter wir uns befinden – eine Gewissheit über die Länge der noch vor uns liegenden Zeit gibt es nicht. Gerade deshalb sollte uns jede Stunde und jeder Augenblick gleich wertvoll sein. Auch und erst recht an der Schwelle vom Beruf zum Ruhestand.

Zukunftsorientierten Menschen schreibt man eine höhere Lebenserwartung zu als Menschen mit ausgeprägtem Rückwärtsblick. Nach vorn Schauende sind naturgemäß aktiver, sie schmieden Pläne, sehen neue Aufgaben für sich und peilen neugierig Ziele an. Sie haben die Fähigkeit, schwere Schicksalsschläge im Alter besser zu verkraften, weil sie die kommende Zeit mit all ihren Möglichkeiten dagegen setzen können.

Foto: Wolfgang Schiele

Vielleicht haben Sie während Ihrer Karrierzeit im Beruf all Ihre all Ihre Kraft und Ideen in die Existenzsicherung und Ruhestandsabsicherung gesteckt. Dann gönnen Sie sich jetzt Zeit und Raum für die Umsetzung Ihrer offen gebliebenen Lebensträume. Legen Sie eine Sinnspur in die Zukunft! Lassen Sie sich nicht durch andere und durch den mainstream des Alltäglichen treiben, sondern planen Sie Ihre ganz persönliche Zukunft. In der sich womöglich einige Ihrer unerfüllten Kindheitsträume und Herzenswünsche auf einem neuen Niveau realisieren lassen. Denn: Sie haben mit dem Eintritt in den Ruhestand regelmäßig 20 plus/minus x Jahre Zeit! Eine Zeitspanne mindestens so lang, wie Kindheit, Schule und Ausbildung zusammen.

Wenn Sie noch nicht so recht wissen, was Sie zukünftig mit Ihrem Leben noch anfangen wollen, dann machen Sie ein Gedankenexperiment. Suchen Sie sich eine ruhige Ecke, nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit und stellen Sie sich vor, sie hätten gerade den 78. Geburtstag (mal so als Vorschlag …) gefeiert. Denken Sie an die verstrichene Zeit bis zu Ihrem aktuellen Alter zurück, an das, was in den vergangenen Jahren mit Ihnen und um Sie herum geschehen ist. Was Sie gedacht, erlebt, erfahren haben. Was Sie glücklich gemacht hat und was traurig. Welche Ziele Sie verfolgt haben und was nicht funktioniert hat. Wie Sie Erfolge gefeiert und aus Rückschlägen gelernt haben. Was Sie vom Leben in der Zwischenzeit geschenkt bekommen haben und was es Ihnen genommen hat. Und: Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in diesem fiktiven Zeitraum an emotional wichtigen Höhepunkten widerfahren ist und was sie glücklich, zufrieden und gelassen gemacht haben wird!

Foto: Wolfgang Schiele

Der sechste Schlüssel der Resilienz bewahrt uns vor Trübsinn, Wehmut und Depressionen. Er richtet den Blick nach vorn auf einen zukünftigen Lebensabschnitt, den wir erstmals selbst planen und gestalten können, ohne auf Fremdbestimmer hören zu müssen.

Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele 2020 | Coaching50plus | https://www.coachingfiftyplus.de