Eine wunderbar gewachsene Steineiche – gesehen und fotografiert in der Altstadt von Rab, auf der gleichnamigen Insel in Kroatien
„Alt wie ein Baum möchte ich werden, genau wie der Dichter es beschreibt …“ vertonten damals die Puhdys. Und damit komme ich zum vorerst letzten Teil meiner „Baumserie“. Nicht, weil mir die Bäume ausgehen, aber ich möchte meine neue Themenreihe, die sich mit Architektur und Baukunst auseinandersetzt, weiter ausbauen und hier veröffentlichen.
Viele ältere Menschen klagen darüber, dass ihr Nachtschlaf schon in den frühen Morgenstunden zu Ende ist. Das kann u. a. daran liegen, dass sie nach dem Mittagessen ein längeres Nickerchen machen, das sich auch mal über 60 Minuten hinweg erstreckt. Dann hat bereits die Tiefschlafphase eingesetzt und der Schlafanteil muss womöglich auf die Gesamtschlafzeit des Tages angerechnet werden. Besser ist es, zwischendurch einen Power Nap, ein Stärkungsschläfchen, einzulegen. Es sollte zwischen 10 und max. 20 Minuten liegen und dient dem Reset des Körpers, dem Auffrischen der Vitalkräfte, dem Aktivieren der Leistungsressourcen, die bei vielen Menschen gerade nach dem Mittag ihren Tiefpunkt erreichen.
Glückliche Fotografen: Sie erleben zwei Gegenwartsebenen. Auf der einen Ebene vollzieht sich die visuelle Auseinandersetzung mit dem Motiv, die Komposition des Bildes im Ergebnis einer kreativen Lösungssuche. Hier scheint die Zeit wie eingefroren. Auf einer anderen Ebene wird der technische Part realisiert: Standort, Betrachtungswinkel, Kameraeinstellungen und vieles andere mehr muss abgeglichen werden. Hier läuft die Zeit davon, weil der nächste Moment schon nicht mehr dem vorangegangenen gleicht.
Das Hotel & Spa Le Saint Alexis auf La Reunion – französisch geführt und sehr originell gestaltet – mit hotelumlaufenden Pool und großzügig ausgestatteten Zimmern
La Reunion – der südlichste Ausleger der Europäischen Union, ein französisches Übersee-Departement im Indischen Ozean. Bis 1794 hieß die Insel Ile Bourbon – daraus leitet sich auch der geschützte Begriff der Bourbon-Vanille ab, die hier vielerorten kultiviert und in alle Herren Länder exportiert wird. Die Insel ist vor etwa 3 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität entstanden und vergrößert sich im Süden ständig auch weitere tektonische Dynamik. So findet man hier die höchste Erhebung des Indischen Ozeans – den Piton de Neiges („Schneegipfel“) mit 3070 m Höhe und den noch immer sehr aktiven Piton de la Fournaise, mit dem wir uns auf 2354 m Höhe in Augenhöhe befanden. Baden ist hier wegen der Haie nur in mit Netzen geschützten „Becken“ gestattet.
Rotunde über der Eingangshalle des Belfaster Rathauses
Seit mehreren Monaten durchforste ich mein digitales Fotoarchiv auf der Suche nach Bildern, die mich persönlich auch noch nach 5 oder 10 oder gar 15 Jahren emotional ansprechen. Im Grunde ist mir ja die Natur- und Landschaftsfotografie ans Herz gewachsen – hier fühle ich mich in meinem Element. Doch mit der Zeit entdeckte ich eine Reihe von Architektur- und Kunstmotiven, die mich in der Realität wohl auch immer wieder ansprachen – sonst würde ich sie nicht so oft fotografiert haben.
„Man nehme …“ zu sich, besteige das Gefährt – und schon wird munter abgeholzt!
Man muss schon die Augen ein wenig offenhalten – und dann erzählt uns die Welt mit einem Augenzwinkern, dass sie neben den „Mühen der Ebene“ (Bertolt Brecht) auch so manchen Spaß für uns bereithält. Wer „um die Ecke denken“ kann, wer sich der freien Interpretation öffnet und auch ernste Dinge in einem neuen, positiven Kontext zu verstehen bereit ist, der wird sich triste Alltage mit einem versöhnlichen Schmunzeln und einem verschmitzten Lächeln versüßen können.
Zwischen übermannsgroßer Gunnera geht es einen mystischen Pfad entlang …
Was faszinierend ist, ist immer wieder die Perspektive: Beschreiten wir einen Weg, dann sehen wir an seinem Ende einen Punkt, der hell oder dunkel sein kann. Diese perspektivische Sicht kann ihn abenteuerlicher oder magischer, nebulöser oder diffuser, konspirativer oder gar verdächtiger machen. Und dann erst die Treppen, vor allem, wenn sie sich nach links oder rechts winden und von unserem aktuellen Standort nicht einsehbar ist, wohin sie uns leiten. Manchmal verlieren sich Steige und Stufen in einer ahnungslosen dunklen, grauen Ferne, ein andermal eröffnen sich helle, sonnige Horizonte. Es bleibt in jedem Fall spannend und aufregend …
„Geheime Tür“ auf der Insel Stein im Gartenreich Dessau-Wörlitz
Der fünfte Teil meiner „Tür- und Torsammlung“ wird auch der letzte sein. Wirklich prächtige Türen habe ich vor allem in zwei Städten gesehen: in Dublin und in Görlitz. Da letztere Stadt nicht von den Bomben und Granaten des zweiten Weltkriegs getroffen wurde und der Hausbestand aus mehreren Jahrhunderten sogar die DDR-Zeit halbwegs glimpflich überstanden hat, finden sich prachtvoll restaurierte Portale, Tore und Hauseinfahrten in einer großen Vielfalt – die ganze Stadt ist faktisch ein einziges Freiluftmuseum.
Freier Blick von Bad Freienwalde aus auf die Landschaft des Barnim in Brandenburg
Herausfordernd ist immer wieder die Frage, was denn auf einem Landschaftsbild dominant sein soll. Was möchten wir in den Fokus des Betrachters rücken, worauf wollen wir seine Aufmerksamkeit lenken? Auf eine Vielzahl von Einzelobjekten und Elementen, die den Blick wandern lassen und den Schauenden vielleicht beunruhigen? Oder auf ein zentrales Bilddetail, das die Kernaussage des Bildes ausmacht? Oder soll die Aufnahme einen Aha-Effekt außerhalb ästhetischer oder gestalterischer Vorgaben auslösen? Oder ist es schon ausreichend, einen farblichen oder natürlich bedingten Impuls zu setzen, der sich einzig aus sich selbst heraus erklärt?