
Wenn´s mal wieder knapp wird mit weißer Weihnacht … Impressionen aus 10 Jahren Winter- und Weihnachtsstimmung – ohne Worte, einfach so zum Schauen, Träumen und Verlieben.
Weiterlesen „Winter- und Weihnachtsimpressionen“
Gerade las ich einen interessanten Beitrag zum Thema „Was schulden wir unseren Enkeln?“, der in der aktuellen Ausgabe der ZEIT (N° 51 vom 9.12.2021) abgedruckt ist. Die Autorin, Minouche Shafik, die zurzeit die London School of Economics führt, stellt dort u. a. unbequeme Fragen nach dem Gesellschaftsvertrag zwischen den Jungen und den Alten. Der alte Vertrag zwischen den Generationen ist obsolet, ein neuer noch nicht in Sicht.
Weiterlesen „Ein neuer Generationenvertrag muss her“
Viele unserer seelischen Probleme beruhen darauf, dass unsere Selbstakzeptanz gestört, heruntergesetzt oder verletzt wird. Das geschieht sowohl durch eigene negative, selbstzerstörerische Gedanken wie auch durch den verletzenden Einfluss anderer Menschen. Liegt eine seelische Verletzung vor, dann leidet unsere Persönlichkeit, unsere Identität, unsere innere Beziehung zu uns selbst. Es bedarf eines gerüttelt Maß an Selbstfürsorge, um die Beziehung zu uns selbst wieder auf ein ausgeglichenes Niveau zu bringen und unsere Selbstakzeptanz zu festigen.
Selbstfürsorge beginnt damit, dass wir unsere pyschologischen Grundbedürfnisse kennen und verstehen lernen. Und sie bei jeder Gelegenheit zu stärken und zu entwickeln wissen, um in unangenehmen Situationen, in Stressmomenten oder in emotionalen Krisen Werkzeuge zur Hand zu haben, damit wir unsere Persönlichkeit vor Schaden und Krankheiten schützen können. Was sind das für Bedürfnisse, die wir bedienen und befriedigen sollten? Zu den wichtigsten psychologischen Grundbedürfnissen, so Dr. Michael Bohne, der Begründer der „Prozess- und Embodimentfokussierten Psychologie“ (PEP), gehören die Selbstakzeptanz, die Sicherheit, die Autonomie und die Beziehung.
Es gibt Situationen, in denen wir uns Selbstvorwürfe aufgrund eines vermeintlichen oder tatsächlichen Fehlverhaltens machen. Oder deshalb von Dritten mit Vorwürfen konfrontiert werden. Diesem unserem Auftreten messen wir unbegründeter Weise oftmals so viel Bedeutung zu, dass wir an den Grundfesten unserer Persönlichkeit zu zweifeln beginnen, uns deshalb in Grübelschleifen verfangen und möglicherweise sogar davon psychisch krank werden. Deshalb benötigen wir Selbstbestätigungen, um uns einerseits mit dem Vorgang kritisch auseinanderzusetzen, doch andererseits auch ein akzeptables und ausgeglichenes Verhältnis zu uns selbst zurückzugewinnen. Das sollte idealerweise sachlich und nachdenklich, aber in jedem Fall auch frohgemut und humorvoll geschehen. Für die Wiederherstellung der Selbstakzeptanz eignen sich Affirmationen (positive Selbstzuschreibungen), die zum einen die Situation beschreiben (1. Teilsatz) und zum anderen dann die Persönlichkeit achtsam, wertschätzend und selbstbestätigend stärken (2. Teilsatz). In der nachfolgenden Grafik steht dafür das linke Beispiel.

Neben der magelnden Selbstakzeptanz kann aber auch das Bedürfnis nach Autonomie gestört oder verletzt worden sein. Kritik oder Angriffen auf die Souveränität und individuelle Unabhängigkeit begegnet man am besten durch das Gutheißen, Billigen und Bestätigen der eigenen (Grund-)Werte, sozusagen auf der Ebene der langfristigen Überzeugungen oder tief verwurzelten Glaubenssätze. Dafür steht das zweite Beispiel von links in der Grafik.
Nach einem, wie auch immer gearteten Angriff auf die eigene Sicherheit, gilt es, die Kontrolle über die aktuelle Situation wiederzuerlangen. Oftmals ist es hilfreich, gedanklich aus der Situation herauszutreten und den Schauplatz des „Angriffes“ oder der Auseinandersetzung zu verlassen, um von einer höheren Warte, quasi aus der Vogelperspektive, einen Überblick zu bekommen. Wer den Masterplan seines Lebens kennt und weiß, welche Kompetenzen ihn bisher durch die Untiefen des Lebens hindurchgeholfen haben, findet für sich eine kraftvolle und stärkende Affirmation.
Unser Überleben ist auf die sozialen Verbindungen zwischen den Menschen angewiesen. In diesen Beziehungen – sei es im persönlichen oder beruflichen Kontext – kommt es immer wieder zu Ströungen und Verwerfungen. Ungeachtet dessen gibt es Bindungen zwischen den Menschen, die stärker, belastbarer und haltbarer sind, als uns die aktuelle Situation glauben macht. Auch wenn – wie in unserem Beispiel rechts auf der Grafik – die große Menge an Arbeit das intime Zusammenleben (temporär) beeinträchtigt, wird die Liebe die Beziehung langfristig zusammenhalten …

Für den (Wieder-)Aufbau und das (Wieder-)Erstarken der Selbstakzeptanz sollten wir uns in der Kunst der Selbstbestätigung üben. Vordergründig geht es in allen Mustern immer wieder darum, ein (vermeintlich) unangemessenes Verhalten klar von der Integrität der Persönlichkeit zu trennen. Sie ist der Würde gleichzusetzen, die im Grundgesetz als unantastbar beschrieben wird. Stärken wir also immer wieder unseren Selbstwert durch die Erhöhung unserer Selbstakzeptanz; versuchen wir uns in Selbstbestätigungsübungen, die uns im Ernstfall von krankmachenden psychischen Störungen schützen können. Der Schlüssel dazu sind positive, wertschätzende und kraftvolle Affirmationen für die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse.
Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße
Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Best ager
Wolfgang Schiele
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Im Rahmen seiner Forschungen zur Schematherapie hat der deutsche Psychotherapieforscher Klaus D. Grawe vier psychische Grundbedürfnisse herausgearbeitet. Neben den biologischen Basisbedürfnissen, die der Mensch zum Funktionieren und Überleben in unserer Welt braucht, müssen für die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit weitere, möglichst ausbalancierte psychosoziale Bedürfnisse befriedigt werden. Dabei handelt es sich um das Streben nach Bindung, nach Kontrolle und Orientierung, nach Selbstwerterhöhung und nach Lustgewinn bzw. Unlustvermeidung.
Weiterlesen „Menschliche Grundbedürfnisse auch im Alter bedienen“
Unternehmen Sie mit dem (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotsen Wolfgang Schiele einen Spaziergang durch die Welt der Formate und Interventionen, die geeignet sind, unsere psychische Widerstandsfähigkeit gegen Probleme, Stress und Krisen zu stärken. Auf diesem Ausflug stellt der Autor in verdichteter Form 30 Coachingmodelle vor, die als DIY-Vorlagen für ein Selbstmanagement im fortgeschrittenen Erwachsenenalter, insbesondere beim Übergang vom Beruf in den Ruhestand, dienen können. Gleichzeitig gewährt der Autor nützliche Einblicke in die Basics der Psychologie und vermittelt damit ein „psychologische Minimum“ für das Verständnis des eigenen Ich. Aussagekräftige Grafiken und unmittelbare Altersbezüge erleichtern dem Leser den Praxiszugang zu den Modellen. Und Übungsangebote laden zur Erweiterung seiner psychischen Selbsterfahrung ein.
Das Buch wird am 27. Februar 2022 beim Springer Verlag erscheinen.
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Wolfgang Schiele
(Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Best ager
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Die Pandemiezeiten üben einen großen Einfluss auf die Anzahl der psychisch Erkrankten aus. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist die Zahl der seelischen Störungen sprunghaft angestiegen. Therapieplätze gibt es so gut wie gar nicht, Einweisungen in die Landeskliniken erhalten dem Vernehmen nach nur noch Schwerstdepressive und Suizidgefährdete. Die virale Krise – sollte sie jemals wirklich zu Ende sein – zieht eine Krise der Angstkrankheiten, Verhaltensstörungen und Depressionen nach sich. Nicht nur bei Jugendlichen.
Weiterlesen „Selbstcoaching mit dem „Inneren Team“ auf „Heißen Stühlen““
Ziemlich genau 10 Jahre ist es her, als ich infolge einer viel zu frühen Altersteilzeitregelung meine (nach-)berufliche Ausrichtung veränderte. In der tiefen Überzeugung, dass ich mit 58 Jahren noch nicht wirklich in den Ruhestand gehen wollte, suchte ich nach Angeboten, die als berufsbegleitender Bildungsurlaub angerechnet wurden. Damit wollte ich für meine geistige Neuausrichtung sowohl 10 Tage bezahlte Freistellung erwirken als auch das Finanzamt an meinen Aufwendungen teilhaben lassen. Im umfangreichen Bildungsangebot fand ich bald eine anerkannte Weiterbildungsmöglichkeit: Eine 20tägige Ausbildung zum NLP-Practitioner in Berlin beim „spectrum Kommunikationstraining“. Damit begann mein ganz persönlicher Transformationsprozess …
Weiterlesen „Mein persönlicher Neuanfang vor 10 Jahren“
„Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, sagte schon ein gewisser Michail Gorbatschow. Deshalb sollten Kinder (und vielleicht ja auch Erwachsene …) jetzt flott ihren Wunschzettel schreiben und ihn absenden. Aber wohin bloß damit? …
Weiterlesen „Wohin bloß mit dem Wunschzettel für Weihnachten?“
Ich musste schon ein wenig zurückblättern, um zu schauen, wann ich hier meinen letzten, selbstverfassten Beitrag gepostet habe. Er datiert auf den Mai 2021. Seitdem herrscht – mit Ausnahme eines Podcastbeitrages von Bertram Kasper (zu finden unter https://gelassen-aelter-werden.de/ideen-fuer-den-ruhestand-wolfgang-schiele/) – Funkstille.
Doch langsam möchte ich den Faden wieder aufnehmen, weil sich nach 10 Monaten intensiver Arbeit an meinem zweiten Buch wieder gewisse Freiräume auftun. Und ich wieder mehr Lust bekomme, kurze Beiträge zu schreiben, die nicht mehr die durchgängige Disziplin und Ausdauer erfordern, wie ein 300 seitiges Buch zu einem eng umrissenen Themenkreis.
Am 10. November habe ich das Manuskript an den Springer Verlag abgeschickt. Es war ein entspannter und beglückender Moment, als ich die drei gezippten Ordner auf die Reise durch den Äther schickte; eine gewisse Befreiung auch von den Strapazen einer Zeit konzentrierter Fokussierung auf 30 Coachingmodelle, die ich in dem Buch mit den kleinen und großen Misslichkeiten, Stressmomenten und Krisensituationen des Alterns im Allgemeinen und des Ruhestands im Speziellen in Beziehung gebracht habe.
Ein Buch, das den Laien mit modellhaften Einblicken in seine Psyche versorgt, denn weder in der Schule oder während der Ausbildung und erst recht nicht im Berufsleben wurden uns Hilfsmittel an die Hand gegeben, die uns befähigen würden, aus eigener Kraft – präventiv oder akut – den einen oder anderen seelischen Notstand zu lindern oder gar zu beheben.
Ein DIY-Angebot für alle, die im reifen Erwachsenenalter besser mit Problemen, Stress und Krisen umgehen möchten. Eine Anleitung, wie man mit therapeutischen Methoden bzw. Interventionen und Formaten aus der Coachingwelt positiv auf seelisch belastende Situationen des fortschreitenden Alterns einwirken kann. Wobei der Fokus auf die Ansätze der Positiven Psychologie und auf die wesentlichsten Säulen der Resilienz gerichtet ist.
Ein Selbstmanagementbuch mit einer Vielzahl von Beipielen und Übungen, die auch ohne die Anwesenheit eines Coaches im Selbstversuch, allein im stillen Kämmerlein oder mit dem Partner, ausprobiert werden können – und wenn es passt, auch gern zu einem Teil des Ruhestandsalltags werden können.
Die einzelnen Modelle werden dem Leser in kurzer, einfacher und verständlicher Form erläutert und jeweils mit einem passenden Alterskontext verbunden. 41 farbige Abbildungen lockern das Buch auf und visualisieren die Wirkmechanismen der Modelle. Jedem der 30 Kapitel aus den Lebensbereichen Gesundheit, Kommunikation, Biografiearbeit, Stressbewältigung und Lebenssinn ist mindestens ein Übungsvorschlag zugeordnet. Insgesamt 18 Arbeitsblätter können über Verweise heruntergeladen werden und dienen als didaktische Lernmittel.
„Selbstmanagement im Ruhestand – Coachingmodelle für mehr Resilienz und Gelassenheit im Alter“ – so der Titel des Buches, für den es bereits das fertige Cover gibt. Und hierüber freue ich mich ganz besonders, denn der Springer Verlag hat einen Bildvorschlag von mir angenommen. Auf dem Titel ist ein Sonnenuntergang in Bad Saarow am Scharmützelsee zu sehen – meine Heimat seit 15 Jahren! Der Aufnahmeort liegt keine 500 m von meinem Haus entfernt … Und auch, wenn es nur eine kleine Spur ist, die man damit in seinem Werk hinterlässt – es ist zumindest für mich ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur eigenen Sinnerfüllung.

Ich freue mich über die Veröffentlichung – der Termin steht noch nicht fest. Doch ich denke, im frühen Frühjahr wird das Buch bei Springer incl. Ebook erscheinen. Bleiben Sie bis dahin gespannt!
Vielen Dank für Ihr Interesse und beste Grüße
Ihr Wolfgang Schiele
(Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Best ager
Wolfgang Schiele
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