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Späte Freiheit Ruhestand

Vom Gelingen der dritten Lebenshälfte

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Aktive Lebenshilfe

Psychologische Hilfe zur Selbsthilfe dringend erforderlich!

Grafik: Pixabay

Die Krankenkasse DAK veröffentlichte gerade eine Statistik über die Zunahme von psychischen Störungen in den vergangenen 20 Jahren. Die Ausfallzeiten haben sich von 0,7 Arbeitstagen im Jahre 1997 bis 2017 auf mehr als das Dreifache erhöht: Arbeitnehmer fehlen heute bereits 2,4 Tage pro Jahr. Wie gesagt mit psychopathologischen Diagnosen. Was sagt das über unsere berufliche Tätigkeit, über unseren Alltag, über unser Gesundheitswesen und schlussendlich über uns selbst aus?

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Sind wir nicht alle ein bisschen „vuka“?

Leben in der „VUKA-Welt“ – einer Welt voller Veränderungen

Kommt Ihnen das bekannt vor: Sie sitzen an Ihrem Arbeitsplatz 1.0, sind über das Web 2.0 mit Ihren Kollegen vernetzt und hypermoderne Begriffe der Industrie 4.0 prasseln täglich auf Sie ein. Straßenbahn und ICE fahren Sie mit einem Ticket auf Ihrem Smartphone. Das Skypen und Facetimen mit den Büros Ihres Unternehmens in aller Welt gehört zur gewohnten Routine. Ebenso die Zusammenarbeit mit Menschen verschiedenster Kulturen und Sprachen. Sie verständigen sich verbal in Englisch und nonverbal über festgelegte Algorithmen hinter der Tastatur. Es vergeht kein Tag, an dem sich nicht neue Veränderungen ankündigen. Sie benötigen weniger Fachwissen, Sie vertrauen auf die Antworten, die Ihnen Google & Co. auf Ihre Fragen geben und auf die im Blockchain hinterlegten und für Sie freigegebenen Daten. Die Aufgaben, die Sie zu lösen haben, verlangen Ihnen einen hohen Grad an Selbstständigkeit, Flexibilität und Kreativität ab. Kaum haben Sie sich in einem Fachgebiet umgeschaut und meinen, es zu beherrschen, steht eine neue berufliche Herausforderung an. Sie befinden sich geistig und körperlich in permanenter Bewegung, müssen immer wieder Ihre Arbeitsmethoden und Lösungsansätze anpassen, um die Ihnen gestellten Anforderungen erfüllen zu können. Wandel und Veränderung beherrschen nicht nur Ihr Arbeitsleben, auch der Alltag verlangt von Ihnen ständige Anpassungsbereitschaft und Verwandlungsvermögen …

Willkommen in der „VUKA-Welt“!

„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“ sagte bereits Charles Darwin, nur konnte er sich noch nicht vorstellen, dass er an Heftigkeit und Rasanz so zunehmen wird, wie wir ihn heute aktuell erleben in dieser turbulenten und schnelllebigen Zeit. Was aber versteht man unter dieser neuen Welt, die da „vuka“ sein soll? Und wie viel davon kann uns gerade noch recht sein, ohne uns dauerhaft zu schaden?

VUCA ist ein Akronym (Kunstwort) und steht für die Anfangsbuchstaben der englischen Worte

Volatility
Uncertainty
Complexity
Ambiguity.
(Für die bessere Verständlichkeit benutze ich die Eindeutschung „VUKA“.)

VUKA war die Antwort des US Army War Collage auf den Zusammenbruch der UdSSR Anfang der 1990er Jahre. Plötzlich gab es nicht mehr den Feind an sich, nach dem man seine Sicht- und Reaktionsweisen ausrichten konnte – die Welt wurde plötzlich differenzierter und uneindeutiger. Doch nicht nur auf politischem Gebiet kam es zu immer schnelleren Veränderungen: die rasante Entwicklung der Elektronik und des Internets, die neuen Kommunikationsmöglichkeiten und der exponentielle Anstieg von Daten und Wissen trieben Wirtschaft und Gesellschaft in nie gekanntem Tempo an.

Volatility (Volatilität)
… bezeichnet die Unberechenbarkeit und Unbeständigkeit (Flüchtigkeit) von Abläufen, Denkweisen, Situationen, politischen Entwicklungen, Marktkräften … Es ist nicht abzusehen, wann sich eine Situation verändern wird, wie schnell das passiert und in welche Richtung sie verlaufen wird. Dinge und Vorgänge, die bisher stabil waren, können sich plötzlich ändern, auch drastisch und mit unvorhersehbaren Konsequenzen. Aus Sicht der Wirtschaft lässt sich nicht mehr vorherbestimmen, welche Produkte und Dienstleistungen zukünftig nachgefragt werden, wer Kunde oder Wettbewerber sein wird, wie sich die Märkte und Preise entwickeln – und was mit den Arbeitsplätzen geschieht.

Uncertainty (Ungewissheit) …
… besagt: Mit Überraschungen ist zu rechnen! Vorhersagbarkeit und Prognostizierbarkeit bleiben auf der Strecke, unsere Regeln und die Ziele unserer Vergangenheit sind nicht mehr das Papier wert, auf dem sie geschrieben stehen. Um Investitionen, Wachstum und Gewinn zu planen, reichen die altbekannten Methoden nicht aus. Entwicklungstrends sind immer schwieriger vorauszusehen, Planungen von heute müssen morgen bereits wieder überdacht werden. Die unausweichlichen Auswirkungen auf den Wohlstandsstaat und seine Sozialsysteme sind unkalkulierbar.

Complexity (Komplexität)
… beschreibt den extrem hohen Grad der Verknüpfung von Dingen, Ereignissen und Abläufen. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, was die Ursache und was die Wirkung war. Die Kausalitätsgesetze greifen nicht mehr. Probleme werden immer vielschichtiger, undurchdringlicher und unverständlich. Es kommt zu einer mannigfaltigen Vermischung von hierarchischen Ebenen und Begriffsinhalten. Selbst für spezialisierte Gruppen von Menschen sind Verläufe nicht mehr nachvollziehbar oder gar steuerbar. Aktion und Reaktion sind nicht mehr auseinanderzuhalten. Entscheidungen zu treffen wird zu einer Lotterie, weil niemand weiß, welche Methode oder welcher Weg „richtig“ ist.

Ambiguity (Mehrdeutigkeit, Ambiguität) …
… heißt: nichts ist mehr eindeutig und exakt bestimmbar. Zwischen einem Ja und einem Nein gibt es unendlich viele Zwischentöne. Grau und nicht schwarz oder weiß herrscht vor. Das bekannte Wertesystem der Vergangenheit wird komplett in Frage gestellt. Hierarchien verblassen: der Mitarbeiter selbst muss sich die Aufgaben stellen und sie gleichzeitig lösen. Entscheidungen müssen schnell getroffen werden, ohne ausreichend genaue Informationen über die Ausgangsgrößen zu haben. Für die Konsequenzen aus Beschlüssen, Entscheidungen und Vorhaben bedarf es einer völlig neuen Fehlerkultur.

Es wird ganze Volkswirtschaften (be-)treffen

In der VUKA-Welt von heute bleiben weder Unternehmen noch Organisationen und schon gar nicht Mitarbeiter und Führungskräfte verschont. All unsere bisher gemachten Erfahrungen, Glaubenssätze und Überzeugungen kommen auf den Prüfstand. Was gestern noch wahr und richtig war, muss heute angezweifelt werden. Konnten wir uns während der dritten industriellen Revolution relativ sicher sein, unser Arbeitsleben in einem Unternehmen zu verbringen, ist es jetzt und zukünftig überlebensnotwendig, in der sich wandelnden Welt berufsfähig zu bleiben, sich permanent fortzubilden und sich den stets verändernden Rahmenbedingungen radikal anzupassen.

Kurz: Wir müssen bei Strafe des eigenen Untergangs zu einem großen Teil die uns vertraute „SSEE-Welt“ verlassen, die uns Stabilität, Sicherheit, Eindeutigkeit und Einfachheit geboten hat. Und damit befinden wir uns in einem neuen Spannungsfeld zwischen

Veränderlichkeit und Stabilität,
Ungewissheit und Sicherheit,
Komplexität und Einfachheit und
Ambiguität und Eindeutigkeit.

Nicht die Welt muss sich uns anpassen – wir müssen uns der Welt anpassen

Da wir die „schöne neue VUKA-Welt“ nicht oder nur unwesentlich ändern können, bleibt uns nur eines: Wir müssen uns ändern, anpassen, adaptieren an die veränderten Bedingungen. Unsere Ratio, unseren Geist und erst recht unsere Psyche auf die veränderten Bedingungen einstellen. Uns resilienter machen gegen die „immateriellen Verletzungen“ durch die Transformationen, auf die unser biologisches Ich noch gar nicht wirklich vorbereitet ist. Auch deshalb habe ich ein zweitägiges Seminar entwickelt, um Menschen mit alltagstauglichen Mitteln auszustatten, die es ihnen erlauben, den Herausforderungen dieser Welt gelassener und resilienter entgegenzutreten.
Ich würde mich freuen, wenn auch Sie sich dafür interessieren würden. Hier finden Sie die Inhalte und den „roten Faden“, an dem wir uns voranarbeiten werden: https://wp.me/P7Pnay-FL.

Ihr (Vor-)Ruhestandscoach und Resilienzlotse für Senioren
Wolfgang Schiele

© Wolfgang Schiele | Coaching50plus | https://www.coachingfiftyplus.de

Aus Seminaren für Seminare: Eine neue Buchidee entsteht!

Doch, ich stehe dazu: Meine diversen, psychologisch geprägten Aus- und Fortbildungen der vergangenen 10 Jahre haben bei mir eine nachhaltige Wirkung hinterlassen. Sie haben meine innere Haltung zu mir selbst und im Außen zur Welt grundlegend verändert. Auch wenn meine individuelle Transformation nicht so schnell vonstatten ging, wie ich mir das selbst vorgestellt hatte: Nach einem ersten AHA-Effekt folgte irgendwann auch immer ein OHO-Effekt! Und damit war für mich klar: All das, was ich selbst an mir erprobt hatte und für mich in positiver Hinsicht „funktionierte“, wollte ich auch praxisnah und zielgruppenorientiert an meinen Seminarteilnehmern ausprobieren. Und wenn es im Einzelfall in mir nichts auslöste, dann kam es eben in die Mülltüte – als persönliche Erfahrung mit Lerneffekt!

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Der Ruhestand – eine Lebensphase im Dilemma zwischen Erleben und Tod

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass mit zunehmendem Alter die Gedanken an unser Ableben immer weiter in den Mittelpunkt rücken werden. Nunmehr von der als unendlich lang empfundenen Alltagszeit befreit, wird uns immer bewusster, dass unsere „Restlaufzeit“ kürzer und endlicher wird. Der Abstand von Existenz sichernder Tätigkeit und die bedingungslose Freiheit unseres Denkens und Handelns lassen uns auch immer weiter vordringen in ungekannte mentale, transzendente und spirituelle Welten …

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Der Ruhestand – Im Spannungsfeld von Isolation und Verbundenheit (3)

In seinem Hauptwerk „Existenzielle Psychotherapie“ befasst sich Irvin Yalom u. a. mit der Polarisierung von Verbundenheit und Isolation. Auch in diesem dritten Spannungsfeld, das er zu den „vier letzten großen Sorgen oder Dingen“ der Menschen zählt, steckt das Potenzial für allerlei seelische Störungen. Aktuelle Studien belegen, dass die Einsamkeit sich langsam, aber stetig, sogar zu einer Volkskrankheit ausweitet …

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Lebenshilfe für Menschen mit körperlichem Handicap

Bereits im fünften Jahr bin ich nun schon in einem Weiterbildungsinstitut bei Berlin unterwegs als Seminarleiter für Langzeitarbeitslose. Dieses Mal ist der Leistungsträger die Deutsche Rentenversicherung Bund, weil es sich bei den Teilnehmenden um Menschen handelt, die neben der Suche nach einem (neuen) Job noch ein gesundheitliches Handicap mitbringen. Daher werden die Workshops auch unter der Überschrift „Beruf und Handicap 4.0“ vermarktet …

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Was? Mit 60 noch immer nicht zertifiziert als „Ruhestandsexpert|e|in“?

Wie qualifiziert sind Sie eigentlich für den Ruhestand? Haben Sie Ihre wichtigsten Ruhestandspapiere eigentlich immer dabei? Sind Ihre Qualifikations- und Befähigungsnachweise für den Renteneintritt auf dem neuesten Stand? Haben Sie sich schon für Ihre individuelle Ruhestandsstelle beworben? Ich habe gehört, dass die nicht jeden nehmen …
Wie bitte? Sie verstehen gar nicht, wovon ich rede?

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Der Ruhestand – Ein Spagat zwischen Sinnsuche und Sinnlosigkeit (2)

Irvin Yalom – der wohl dienstälteste Psychotherapeut der Welt – hat in seinem Lebenswerk „Existenzielle Psychotherapie“ von den vier letzten Dingen oder Grundsorgen („basic concerns“) der Menschen geschrieben. Gerät die Waage zwischen zwei Antagonismen, wie z. B. den Qualitäten Sinn(suche) und Sinnlosigkeit, aus dem Gleichgewicht, kann das schwere seelische Verletzungen und psychische Störungen zur Folge haben. Das Konfliktpotenzial zum Thema Sinn nimmt mit zunehmendem Alter eher zu als ab …

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Vorstellung als Ruheständler bei XING

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